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Psyopus - Odd Senses

Psyopus - Odd Senses
Stil: Deathgrind
VÖ: 13. Februar 2009
Zeit: 62:01
Label: Metal Blade
Homepage: www.psyopus.com

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Neulich in den Heavyhardes-Laboratorien...
Eine anscheinend bewusstseinsverändernde Substanz namens Odd Senses vom Hersteller Psyopus sollte auf ihre Auswirkungen auf den menschlichen Geist getestet werden, als Proband stellte sich Redakteur H. (Name zum Schutz des Individuums geändert, der Redaktion aber bekannt) fast freiwillig zur Verfügung. Hier das Protokoll des Versuches:

0:00 Nachdem der Kandidat die Kopfhörer aufgesetzt bekommen hatte (zum Schutz seiner Selbst und dem seiner näheren Umgebung wurde er vorsorglich festgeschnallt), scheint sich die erste Dosis ".44" wie eine Patrone gleichen Kalibers in den Verstand des Opfers zu bohren, die Zuckungen, unter denen H. leidet, lassen keinen anderen Schluss zu.

0:52 Die Zuckungen verstärken sich, werden jetzt aber von Augenrollen begleitet. "Medusa" scheint sich unvorteilhaft auf die geistige Stabilität des Testers auszuwirken, was hauptsächlich an den nervenaufreibenden Gitarrenläufen liegen muss.

4:22 Reaktion des Objekts verstärken sich noch. Neben einer körperlichen Abwehrreaktion in Form von unkontrollierbarem Zittern scheint sich "The Burning Halo" auch auf die Tränendrüsen auszuwirken. Oder leidet H. einfach nur an einer Allergie gegen Gekeife?

7:21 Schaum tritt aus dem Mund des Testkandidaten, wodurch sein flehendes Gebrabbel gänzlich unverständlich wird. Schreit er tatsächlich um Hilfe oder versucht er nur mitzusingen? Man weiß es nicht genau...

10:54 Der Zustand von H. scheint sich zu verschlechtern. Mittlerweile hat er zwar keinen Schaum mehr vor dem Mund, dafür läuft ihm Blut aus den Ohren und ein schwaches "Tötet mich!" ist zu vernehmen.

14:35 Die Reaktionen des Probanden verändern sich. Statt die Behandlung passiv leidend hinzunehmen, lehnt er sich jetzt gegen sein Schicksal auf. Dies mag an den Sprachschnipseln, die in "Boogeyman" eingearbeitet sind, liegen. Zumindest scheint sein Überlebenswille wieder etwas geweckt.

20:08 Entspannung kennzeichnet den Ausdruck auf H.s Gesicht. Keine Gitarren, keine Sprachfetzen, nur Soundkollagen ermöglichen es dem Tester, eine überlebenswichtige Verschnaufpause einzulegen. Wir konnten ihm sogar etwas Nährlösung zuführen.

22:07 Ruckartig ist die Entspannungsphase zu Ende und Mordfantasien scheinen das Testobjekt zu befallen. Anscheinend betreffen sie die Person, die hinter der Stimme der eingewobenen Wortschnipsel steckt, wenn wir die zu Würgegriffen verkrampften Hände von H. richtig interpretieren.

24:55 H. scheint da bei "Shyflower" etwas missverstanden zu haben, oder warum intoniert er gebetsmäßig immer wieder "Scheißflower"? Trotzdem scheint der Widerstand der Testperson langsam nachzulassen. Nicht, dass er etwa entkrampft wirkt, nein, er scheint sich eher mit seinem Schicksal abgefunden zu haben und hofft nur noch auf ein baldiges Ende.

31:08 Jetzt aber entspannt sich die Testperson deutlich. Anscheinend wirken die etwas leiseren Klänge von "A Murder To Child" beruhigend auf seine angeschlagene Psyche. H. wirkt zwar immer noch ziemlich mitgenommen, aber zumindest haben wir seine Fingernägel wieder aus seinen Handflächen entfernen können.

40:23 Beim 20-minütigen Hidden Track durchlebt der Kandidat wieder sämtliche Aspekte der Bewusstseinsveränderung. Unkontrolliertes Kichern, krampfartige Übelkeitsanfälle, rasender Zorn und stille Schicksalsergebenheit wechseln sich hier ab.

60:57 H. hat das Experiment äußerlich unbeschadet überstanden. Welche dauerhaften geistigen und seelischen Veränderungen er dabei davongetragen hat, vermögen wir nicht einmal ansatzweise abzuschätzen.

Fazit der Laborleitung: Das Produkt ist für Menschen mit dem üblichen geistigen und musikalischen Hintergrund absolut ungeeignet und kann zu Langzeitschäden führen. Möglicherweise gibt es dort draußen eine Zielgruppe, die diesem Produkt standhalten kann, in der Redaktion befindet sich niemand, der dazu gehören könnte.

Hannes

1 von 6 Punkten

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