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Various Artists - Swedish Death Metal Compilation

Various Artists - Swedish Death Metal Compilation
Stil: -1
VÖ: 27. Februar 2009
Zeit: 214:21
Label: Index Verlag

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Eine Zeitreise der besonderen Art steht nun an und zwar in Form eines Samplers. Nun ist es mit Compilations ja immer so eine Sache: Meist wird ein großes musikalische Feld abgedeckt, dafür aber gefällt natürlich nicht jedem Hörer jedes Stück auf einer solchen Zusammenstellung. Hier liegt der Fall aber meiner Meinung nach anders...

Denn auf der Swedish Death Metal Compilation, dem drei CDs umfassenden Soundtrack zum gleichnamigen Buch, wird genau ein Musikstil abgedeckt und da auch noch eine ganz spezielle Sparte. Der Sampler nimmt den Hörer mit in eine Vergangenheit, in der eine der nachhaltigsten Wellen harter Musik losgetreten wurde. Was in der zweiten Hälfte der 80er Jahre begann und da noch deutliche Anleihen an den damals so aktuellen Thrash Metal aufwies, entwickelte im Laufe der Jahre seinen ureigenen, sofort wiedererkennbaren Sound. Und genau diese Entwicklung lässt sich anhand der drei CDs exzellent nachvollziehen.

So deckt Tonträger Eins die ganz blutigen Anfänge der damals noch jungen Szene ab, in dem der Hörer hier Stücke der ersten Demos richtungsweisender Bands wie Merciless, Nihilist (die sich später in Entombed umbenannten), Grave, Therion (ja, diese Truppe machte damals noch richtig böse Mucke!) oder Dismember vorgesetzt bekommt. Aber auch längst vergessene Bands wie Obscurity oder Expulsion bekommen ihren gerechten Anteil am Kuchen und werden somit für ihren Einfluss auf die damalige schwedische Szene geehrt.

Disk Numero Zwo enthält dann Stücke der ersten echten Platten der Genreheroen und bietet somit einen Einblick in die Fortschritte, die in dieser Musiksparte inzwischen gemacht wurden. Hier sind dann hauptsächlich bekannte Namen wie Unleashed, Tiamat, Marduk, Edge Of Sanity oder At The Gates vertreten, die das Genre zu seiner vollen Blüte trieben. Wie man an Namen Marduk oder Dissection erkennen kann, wird auf dieser Scheibe die Stilbreite etwas vergrößert, in dem auch Kapellen vertreten sind, die keinen reinrassigen Todesmörtel fabrizierten, auch wenn die damaligen Stücke doch noch recht Todesblei-lastig waren.

Auf dem dritten Rundling finden sich dann die speziellen Lieblinge des Autors vorgenannten Buches und somit die am wenigsten bekannten Namen. Aber dadurch gibt es hier auch am meisten Neues zu entdecken, wobei "neu" hier relativ ist. Zumindest Evocation und Seance dürften durch ihre aktuellen Scheiben ein wenig bekannter sein als der Rest auf dieser Disk.

Qualitativ ist die Sache ganz naturgemäß recht durchwachsen, denn Demos aus den späten 80ern klingen nun mal etwas "dünner" als aktuelle Hochglanzproduktionen. Macht aber nix, denn darauf kommt es bei dieser Zeitreise nun überhaupt nicht an. Hier ist einzig und alleine wichtig, die Leistungen dieser Bands wieder vor Augen geführt zu bekommen und dem Hörer ein "Ach ja, das waren noch Zeiten"-Gefühl zu vermitteln. Und das gelingt durchaus.

Hannes

Ohne Wertung

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