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Saga - The Human Condition

Saga - The Human Condition
Stil: Progressive Melodic Rock
VÖ: 27. März 2009
Zeit: 47:14
Label: Inside Out
Homepage: www.sagaontour.ca

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2007 war wohl das schlimmste Jahr für viele Saga-Fans; der langjährige Sänger Michael Sadler verließ die Band, um sich in anderen Bereich so richtig auszutoben und dennoch machte er den Fans mit 10.000 Days noch ein richtig fettes Abschiedsgeschenk. Doch die Band denkt gar nicht erst ans Aufhören und holt sich den Final Frontier-Sänger Rob Moratti. Dieser tritt in überdimensional große Fußstapfen und muss sich noch Tausenden von Fans beweisen. Das neunte Studio-Album The Human Condition soll dabei helfen...

Zu Beginn fällt Morattis hohe Stimme auf, die mit Michaels Stimme nicht mal ansatzweise was zu tun hat, aber dennoch zur Musik passt, wie die Faust aufs Auge. Die Musik per se ist um einiges progressiver und vor allem verspielter ausgefallen; bestes Beispiel ist der siebenminütige Opener und gleichzeitig Titeltrack, der stark an neuere Threshold-Sachen erinnert. Virtuoses Gitarren-Gefiedel und atmosphärische Keyboard-Passagen machen diesen Einsteiger aus und für Proggies ist dies ein fulminanter Beginn. Bei "Step Inside" beweist Neu-Sänger Rob, dass er auch tiefer und facetten-reicher singen kann als auf dem Album-Eröffner. Allerdings drosselt der nächste Track "Hands Of Time" wieder das Tempo und begibt sich in kosmisch-sphärische Klangwelten; hier fehlt definitiv das Rockige und der gewisse Arsch-Tritt, denn das Lied ist zu zuckersüß und poppig, dass es fast wehtut. "Avalon" dagegen erinnert an ein typisches Stadion-Rock-Lied, welches in besonders emotionalen Passagen eines Kino-Films eingespielt wird, Erinnerungen an den Satriani-Beitrag zu Top Gun werden wach. Mit "A Number With A Name" nähert man sich endlich wieder dem Prog-Rock, so wie man ihn von Saga kennt und daher überzeugt der Song schon mehr als die anderen.
Bei der Produktion fällt auf, dass die Gitarren teilweise etwas zu weich und soft aufgenommen wurden und dass etwas mehr Räudigkeit der Scheibe gut zu Gesicht gestanden hätte.

Man bekommt bei The Human Condition schnell den Eindruck, dass sich Saga etwas übernommen haben. Viele Passagen klingen zu progressiv (oder versucht-progressiv) und verlieren sich daher zu sehr in Details. Neu-Sänger Rob Moratti macht dagegen einen Super-Job und dürfte für viele Saga-Fans ein geeigneter Nachfolger des Mitbegründers Michael Sadler sein. Dennoch kann er diese gigantischen Fußstapfen leider nicht wirklich ausfüllen, wird aber auch durch das teilweise schwache Material zusätzlich gehemmt. Leider nur Duchschnitt, aber bestimmt werden einige Fans daran Gefallen finden.

Basti

3 von 6 Punkten

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