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Nasty Idols - Boys Town

Nasty Idols - Boys Town
Stil: Sleaze Rock
VÖ: 27. März 2009
Zeit: 47:06
Label: Metal Heaven
Homepage: www.nastyidols.com

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Was eignet sich zum Frühlingsbeginn besser als eine Fahrt mit dem Cabrio ins Blaue? Richtig, eine verdammte Rockscheibe, die von wildem Lenkraddrumming und exzessivem Headbanging begleitet wird. Zu den ersten wärmenden Sonnenstrahlen also ins Auto gehottet und die neue Nasty Idols in den Schacht geworfen. Zündschlüssel nach rechts und los geht's mit Scandinavian Sleaze Rock und der Reise zum nächsten See.

"Rock Out" ist schon mal verdammt guter Kick Ass Rock and Roll, dessen Refrain sofort hängen bleibt. Eine frische Prise in bester Haarspraytradition. Das lässt sich schon mal gut an. Die seit 2006 wieder agierenden Schweden aus dem schönen Malmö scheinen in den 80ern stecken geblieben zu sein, was ich als alter Herr nur gut heißen kann. Die Snare von Drummer Rikki Dahl knallt, die Gitarren schieben an, dazu die dreckige Stimme von Fronter Andy Pierce und fertig ist ein erstes Sleaze-Highlight des noch jungen Jahres. Sind wir doch erst am Beginn der warmen Jahreszeit und noch einige Schritte vom Partysommer entfernt. Der Titeltrack groovt ohne Ende und hat eine leichte Metalschlagseite, was sehr bekömmlich ist. Mittlerweile düse ich mit lässigen 140 km/h über die Autobahn und freue mich wie ein Schnitzel auf ein kühles Weißbier bei Seeblick und fescher Kellnerin. Andy besingt im leicht von Keyboards unterlegten "Nite Like This" die Nacht aller Nächte. Neben der Abschlussnummer "It Ain't Easy" bildet es den ruhigeren Gegenpol zu den rotzfrechen restlichen zehn Stücken der Scheibe.

Höhepunkte sind das durch sich ewig wiederholende "fourty-eight" nicht mehr aus Birne zu bekommende "48 Hours", die rockenden "Crashlanding" und "Need The Nite", das metallische "Evil One" sowie das locker-lässige "7 Year Itch". Eingängige Refrains, feine Hooklines und das passende Organ des Sängers machen die Platte zu einem kurzweiligen Vergnügen. Die Scheibe sollte jeden Hair Metaller, egal ob mit oder ohne Haupthaar auf dem Köpfchen, zufrieden stellen. Wer sich eine rohe Mötley Crüe-Version mit etwas Metal untergemischt vorstellen kann, liegt bei dem Quartett aus Südschweden goldrichtig. Mir bleibt nur ein freudiges "willkommen zurück!" Richtung Schweden zu brüllen.

Siebi

4 von 6 Punkten

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