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Hatred - Madhouse Symphhonies

Hatred - Madhouse Symphhonies
Stil: Thrash Metal
VÖ: 21. November 2008
Zeit: 54:57
Label: Twilight Vertrieb
Homepage: www.hatredmetal.de

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Eingeleitet von dem albernen Bob-Ross-Zitat "And now we take a tiny piece of red... " schießt mir eine Thrash-Granate entgegen, wie ich sie schon lange nicht mehr gehört habe. Meine Güte! Hatred haben wirklich alles dabei, was das Thrasherherz begehrt. In feinster Bay-Area-Manier ballern sich die Franken durch dreizehn Songs, die mit messerscharfen Riffs ausgestattet und mit einem herrlich treibenden Drumming unterlegt sind. Der Sound auf Madhouse Symphonies ist roh - nicht überproduziert, aber fett und ausgewogen. Im Endeffekt genau so, wie es sein soll. Ecken und Kanten stehen noch und trotzdem wäscht einem das Teil gewaltig die Birne! Innerhalb der diversen Schlachthymnen dürfen die Gitarristen zeigen, dass sie ihren Instrumenten mit wie auch ohne Verzerrer gar prächtige Sachen entlocken können. Gitarrenleads a la Slayer sind den beiden genauso wenig fremd wie thrashige Overkill-Riffs oder mächtige Testament-Grooves. Sogar Tapping-Solos scheinen so langsam wieder in Mode zu kommen.

So sind auf der Scheibe haufenweise vorzügliche Thrashknüller wie etwa "Caught In The Pit" oder "Resurrection" gelandet, bei denen man den Jungs förmlich den Spaß, den sie am Metal haben, anmerkt. Neben der Gitarrenfront macht auch Sänger Bacchus (ja, ja, die Franken und ihr Wein!) eine bemerkenswerte Figur. Dieser hat so ziemlich alles drauf, was im Thrashbusiness gebraucht wird: Tom Arayas Geschrei, den Groove von Bobby Blitz, einen Gesang wie Morgana Lefays Charles Rytkönen oder auch das Grunzen eines Steve Souza (Testament). Alles kein Problem!

Bei mir hat Madhouse Symphonies seine drei bis vier Durchläufe gebraucht, um so richtig zu zünden, denn viele Feinheiten kommen erst mit der Zeit so richtig zur Geltung. Thrash-Freunde werden an dieser Platte ihre Freude haben und können direkt schon mal Patronengurt und Röhrenjeans aus dem Schrank holen, um hier stilecht mitbangen zu können. Mit den Songs, die Hatred hier aufs Silber gepresst haben, müssen sie sich keinesfalls hinter noch so bekannten Knüppelkapellen verstecken. Killerscheibe!!

Sebbes

6 von 6 Punkten

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