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Severed Savior - Servile Insurrection

Severed Savior - Servile Insurrection
Stil: Death Metal
VÖ: 14. November 2008
Zeit: 34:45
Label: Candlelight Records
Homepage: -

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Mit San Francisco verbindet der Schwermetaller an sich ja meist Thrash Metal, immerhin liegt die berühmte Bay Area ja in diesem schönen Städtchen. Dass aber auch noch wesentlich deftigere Klänge aus der Stadt mit der allseits bekannten Brücke stammen, das stanzen dem geneigten Hörer die Prügelknaben von Severed Savior in die Lauschlappen.
Dabei haben sich die vier Herren aus Frisco dem ultrabrutalen und extrem verfrickelten Ableger des Todesmörtels verschrieben, Fans von Combos wie Deeds Of Flesh oder auch Necrophagist sollten also schon mal aufhorchen. Und auch Zeit und Geduld mitbringen, denn Servile Insurrection ist keine Scheibe, die man mal eben nebenbei hören kann, sie erfordert die volle Aufmerksamkeit des Hörers, um sich zu entfalten. Wahnsinnig intensive Stücke, die mit Rhythmuswechseln en masse aufwarten und bei denen die Band auch nicht davor zurückschreckt, jazzige Passagen einzubauen, erzeugen ihre ganz eigene Stimmung, in die sie den Konsumenten des Werkes gnadenlos mit hineinziehen. Man weiß anfangs nie, was denn als Nächstes kommen mag, erst nach mehreren Umläufen ergibt sich dann ein Gesamtbild. Aber diese investierte Zeit lohnt sich, denn die Stücke haben es einfach in sich. Durch die unzähligen Breaks werden die Songs nie langweilig, ohne zerstückelt zu wirken, die Wechsel wirken nie aufgesetzt, sondern passen stimmig in die Struktur der Lieder. Sogar ein kleines akustisches Instrumental hat der Vierer mit auf den Silberling gepackt, der klugerweise in die Mitte des Albums gelegt wurde und so dem Hörer eine dringend notwendige Verschnaufpause verschafft. Technisch bewegen sich die Musiker am oberen Rand der Skala, denn einfach zu spielen sich die Tracks mit Sicherheit nicht. Hier stimmt alles, lauter Könner sind hier am Werk. Besonders die Drums wissen mit äußerst intensivem, aber trotzdem sehr variablen Spiel zu gefallen, aber auch die Sechssaiter glänzen mit präzisen, messerscharfen Riffs sowie Lead-Gefrickel, welches nie zum Selbstzweck verkommt, sondern sich immer in den Dienst der Stücke stellt. Die knapp 35 Minuten sind bei der Intensität des Albums völlig ausreichend und die Produktion braucht sich auch nicht zu verstecken; die CD klingt, wie sie klingen muss.
Ja, diese Scheibe braucht ihre Zeit und fordert den Hörer durchaus, aber dieser Aufwand lohnt sich zweifellos. Sie ist heftig, hochkomplex, extrem verschachtelt und unglaublich intensiv, vor allem ist sie aber verdammt gut!

Hannes

5 von 6 Punkten

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