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Lordi - Deadache

Lordi - Deadache
Stil: Heavy Rock
VÖ: 24. Oktober 2008
Zeit: 47:17
Label: Sony BMG
Homepage: www.lordi.org

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Muss man eigentlich jemanden noch Lordi vorstellen? Das finnische Quintett um Musikgenie Lordi gehört mittlerweile zu den ganz großen Bands in Skandinavien, aber warum ist dem so? An der Kreativität der Songs kann es nicht liegen und an den Masken auch nicht, weil sonst wären ja Gwar auch Superstars. Es liegt einfach daran, dass die Truppe Mut bewies und sich 2006 für den Eurovision Song Contest beworben hatte und auf die eingeschworene Metaller-Gemeinschaft gehofft haben. Diese haben die Jungs natürlich nicht hängen lassen und katapultierten den Song "Hard Rock Hallelujah" an die Spitze des Wettbewerbs. Mittlerweile stehen die Monster mit ihrem vierten Album Deadache vor der Tür und wollen wieder eine zünftige Hard-Rock-Party feiern.

Das berühmte "SCG-Intro" leitet das vierte Album der Herren ein und danach geht es mehr als fulminant mit "Girls Go Chopping" los. Dieser Songs ist so verdammt geil, dass er schon fast an den Überhit aus 2006 herankommt. Typische Gitarren-Arbeit trifft auf den räudigen Gesang vom Chef und mündet in einen knackigen Refrain. Schon mal ein sehr, sehr schöner Start in das Treiben. "Bite It Like A Bulldog" ist nicht weniger schlecht und auch hier sind alle Trademarks, die die Band bekannt gemacht hat vorhanden; geiler Refrain und KISS-lastige Gitarren. Schöne Headbanger-Nummer mit Verdacht auf Single-Auskopplung.
Der erste Dämpfer kommt dann in Form von "Monsters Keep Me Company", der Song ist einfach zu träge und der balladeske Gesang steht Herrn Lordi nicht gut zu Gesicht. Die Nummer ist zudem nicht wirklich anspruchsvoll und dümpelt so vor sich hin.
Unterhaltender wird da schon die nächste Doppelschlag "Man Skin Boots" und "Dr. Sin Is In", welche klassischen KISS-Rock präsentieren. Hier merkt man mal wieder Lordis Faible für diese Truppe und wirklich innovativ sind jetzt die Sachen auch nicht; aber unterhaltsam!
Leider ist nicht alles super auf Deadache und so hat sich mit "The Ghosts Of The Heceta Head" eine echt schlimme Halb-Ballade eingeschlichen, die beweist, dass Lordi keine Schnulzen singen kann!
Das abschließende "Hate At First Sight" ist ein perfekter Rausschmeißer, weist einen perfekten Refrain auf und ist zudem verdammt eingängig! So soll das klingen!

Klar erfinden Lordi das Rad nicht neu, aber liefern dennoch ein unterhaltsames Werk ab! Man hat zwar kein zweites "Hard Rock Hallelujah" geschrieben, doch dafür sind Nummern wie "Girls Go Chopping" und "Bite It Like A Bulldog" von ähnlicher Güte und machen richtig Spaß. Kreativ und besonders anspruchsvoll ist einfach nicht die Baustelle der Finnen und das verlangt auch keiner. Amen!

Basti

5 von 6 Punkten

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