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Van Canto - Hero

Van Canto - Hero
Stil: A-Kapella Hero Metal
VÖ: 26. September 2008
Zeit: 44:34
Label: Gun Records
Homepage: www.vancanto.de

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A-Capella-Metal? Geht's noch?

Ja, es geht! Wenn man auch zugeben muss, dass sich die vier Sängerknaben und Sängerin Inga, ähnlich wie inzwischen Apocalyptica, von einem Schlagzeug begleiten lassen. Aber trotzdem - was hier auf Platte gebannt wurde, rockt tatsächlich wesentlich mehr, als man zuerst erwarten würde. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als mir das Metallica-Cover "Battery" vom Vorgängeralbum A Storm To Come zum ersten Mal um die Ohren dröhnte - bin ich doch damals fast vor Freude und Überraschung vom Stuhl gefallen. Inzwischen konnte ich mich auch von den Livequalitäten von Van Canto überzeugen, da sie kürzlich im Metropolis hier in München gastierten, und nun liegt mir endlich das fertige Album vor.

Hero besteht zum Großteil aus Eigenkompositionen, aber auch diesmal wurde wieder der ein oder andere Metalklassiker verwurstet. Dabei waren Van Canto recht mutig, denn die Auswahl der Coversongs ist so irrsinnig, dass man sich damit eigentlich nur Feinde schaffen kann. Aber, verdammt noch mal, hier funktioniert es! Manowars "Kings Of Metal" rattert genauso souverän aus den Boxen wie Iron Maidens "Fear Of The Dark" oder das wunderschöne "Bard's Song", welches im Original von Blind Guardian kommt. Lediglich mit Wishmaster mag ich mich nicht so wirklich anfreunden, obwohl Inga mit Sicherheit mehr von Tarja in ihrer Stimme hat als Nightwishs neue Fronterin Anette Olzon. Die ganz große Überraschung auf Hero sind aber meiner bescheidenen Meinung nach die eigenen Songs von Van Canto. Sind dies doch perfekt durchkomponierte Metalhymnen, die genauso gut aus der Feder von Edguy oder Stratovarius stammen könnten. Glaubt ihr nicht? Dann gebt euch doch mal den speedigen Opener "Speed Of Light" (der tatsächlich nicht von Stratovarius ist) oder den hymnischen Titelsong "Hero" am Ende des Albums.

Nach all dem Lob muss aber nun auch Platz für etwas Kritik sein. Die Gitarrensolos werden durch die Bank durch einen brutal krassen Verzerrer gesungen, was zum einen den Effekt hat, dass sie wirklich wie Gitarrensolos klingen, aber den Nachteil, dass man nicht mehr merkt, dass dahinter eigentlich eine wirkliche Stimme steckt. Hier könnte weniger durchaus mehr sein. Ansonsten ist die Produktion der absolute Oberhammer! Dreht mal am Lautstärkeregler und ihr werdet merken, dass Van Canto ziemlich fett aus den Boxen knallt. Zu guter Letzt hier noch kurz der Hinweis auf die beiliegende Bonus-DVD, die neben den bisher veröffentlichten Videos (inkl. Battery) noch Live-Mitschnitte, mehrere Makin Ofs, Bilder und sonstigen Nippes enthält.

Rakkatakka Motherfucker

Sebbes

5 von 6 Punkten

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