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Misery Index - Traitors

Misery Index - Traitors
Stil: Death/Grind
VÖ: 03. Oktober 2008
Zeit: 37:26
Label: Relapse Records
Homepage: www.miseryindex.com

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Nachdem uns Misery Index zuletzt mit einem Split mit Mumakil beehrt haben, legen sie der nach Nachschub lechzenden Meute nun mit Traitors endlich wieder ein Full-Length-Album vor. Dir Frage ist: Hat sich das Warten und die Vorfreude gelohnt?
Kurz gesagt: Jawohl! Ein deftiger Hassbatzen rotiert da seit ein paar Tagen in meinem Player, das ist nichts für zartbesaitete Gemüter oder Feingeister. Roh und direkt gehen die vier Amis auf ihrem neuesten Output zu Werke, wenig bis keine Spielereien erwarten den Hörer. Blastgeschwängerter Death Metal mit deutlicher Grindcore-Schlagseite, der aber trotzdem nicht unzugänglich ist, so etwas gefällt dem Herrn Rezensenten gar prächtig. Dabei vergessen die Mannen um Fronter Jason Netherton aber nicht, auch ein paar durchaus gefällige Melodien in ihre Songs einzubauen, wodurch die CD deutlich an Zugänglichkeit gewinnt. Und natürlich kommt auch der Groove nicht zu kurz, womit so ziemlich jeder Geschmack im Extremsektor bedient sein sollte. Die in der Promo-Info angesprochenen Hardcore- und Punkanteile allerdings vermag ich beim besten Willen nicht zu finden, worüber ich aber auch keineswegs traurig bin, denn so wirkt die Scheibe einfach kompakt und stimmig, zu viele Einflüsse weichen meistens das Konzept auf. Die Produktion ist verdammt passend ausgefallen, direkt in die Fresse, ohne zu poliert zu wirken. Das hat Schmackes und Energie und klingt weder dumpf noch hohl, feine Leistung der Abmischung. Die Spielzeit geht für ein Werk dieser Intensität völlig in Ordnung und die Performance der Band gibt ebenfalls keinen Anlass zur Kritik. Das Einzige, was mir fehlt, ist ein wirklicher Krachersong, der aus allem herausragt. Das Songmaterial auf Traitors ist auf durchgehend hohem Niveau gehalten ohne Ausreißer nach unten, aber so ein Überstück hätte dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt. Aber das ist auch wirklich der einzige leichte Kritikpunkt, ansonsten hat der Vierer aus Maryland mit dem Album eine blitzsaubere Arbeit abgeliefert.
Freunde der gepflegten Abrissbirne können mit diesem Stück Tonkunst eigentlich nichts falsch machen, wer auf Geknüppel steht, wird hier bestens bedient. Leuten, deren Härtegrad bei Bands wie Arch Enemy oder Amon Amarth endet, sollten dann doch eher mal Probe hören.

Hannes

5 von 6 Punkten

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