6 Headbänga online
28.10.2021 Vandenberg
28.10.2021 Arch Enemy
29.10.2021 Disillusion
29.10.2021 Arch Enemy
29.10.2021 Leaves Eyes
31.10.2021 The Dogs
Reviews (10277)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Akercocke

Interview:
Pyramaze

Live-Bericht:
Testament

Video:
Kiske - Somerville
RSS RSS
Atom Atom
 

Review

CDs von Crown Of Thorns kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Crown Of Thorns - Faith

Crown Of Thorns - Faith
Stil: Melodic Rock
VÖ: 19. September 2008
Zeit: 47:49
Label: Frontiers Records
Homepage: www.crownofthorns.com

buy, mail, print

Es gibt CDs, bei denen man sein Review auf ein einziges Wort beschränken könnte und trotzdem wäre das völlig ausreichend, um den Tonträger erschöpfend zu beschreiben. Das aktuelle Werk der Melodic (Hard- oder Soft-, je nachdem, wie man es sieht)Rocker von Crown Of Thorns gehört in genau diese Kategorie.
Die Kapelle um Jean Beauvoir, seines Zeichens nicht nur Sänger und Komponist von Crown of Thorns, sondern auch Ex-Mitglied der Plasmatics und von Voodoo X, legt mit Faith ihr erstes Album seit 2002 vor, aber die Pause hat nicht wirklich gut getan. Ja, es ist immer noch melodischer Rock, allerdings dermaßen weich gespült, dass er selbst für die Rockantenne wohl zu nichts sagend wäre. Beginnt das Album mit dem Titeltrack, der mich an einigen Stellen an Bands wie Phenomena erinnert, noch einigermaßen erträglich, ist danach im Rockbereich ziemlich tote Hose, es regiert die Zuckerwatte, keine Spur von Testosteron. Vielleicht gefällt's ja der ein oder anderen Hausfrau, beim Bügeln ist das bestimmt die perfekte Beschallung, aber Musik mit Eiern klingt anders. Hätte ich aber auch schon vorher ahnen können, denn was mir da auf dem Bandfoto entgegen blickt lässt ob der wie aufgesprüht wirkenden Lederhosen in Verbindung mit weißen Stiefelchen keinen Platz für Cochones. Perfekt zur Supermarktbeschallung passt auch die Stimme des Front"mannes", leicht näselnd in einem herzzerreißend-schmalzigen Gesäusel gehalten, das selbst einem Roland Kaiser oder Andy Borg den Neid ins Schlagergesicht treiben würde. Die Rhythmussektion verrichtet ihr Tun unauffällig, die Keyboards bügeln so manches Stück noch glatter, als es eh schon ist, die Gitarren sind zwar hörbar, aber die im Promozettel versprochenen Riffs und Hooklines kann man mit der Lupe suchen und die ach so harmonischen ahh-ohh-uhh-Chöre geben mir vollends den Rest. Nein, mit Hardrock oder Ähnlichem hat das nichts zu tun, und wenn man auch das halbwegs rockige "Rock Ready" als Pluspunkt anführen könnte, wird das durch die unsägliche Schwulstnummer "Living In The Shadows" mehr als wett gemacht, da besteht erhöhte Rutschgefahr vor der Anlage.
Um es deutlich zu sagen: Die Mucke würde mir selbst im Fahrstuhl die Nackenhaare aufstellen und wäre ein guter Grund, die Treppe mal wieder zu benutzen (würde mir vielleicht eh nicht schaden). Oder um es mit dem einen angekündigten Wort zu schreiben: unglaublich öde.
Verdammt, das waren ja doch zwei Worte...

Hannes

1 von 6 Punkten

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos
Weitere Reviews

© www.heavyhardes.de