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Motörhead - Motörizer

Motörhead - Motörizer
Stil: Rock'n'Roll
VÖ: 29. August 2008
Zeit: 38:56
Label: SPV
Homepage: www.imotorhead.com

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Motörhead können kein schlechtes Album machen, allenfalls mal eine passable Scheibe. So stellt sich bei einem neuen Release aus dem Hause Lemmy auch nie die Frage, ob die CD denn was taugt oder nicht, sondern nur, wie gut das neue Werk denn sein mag. Hoffnung auf ein richtig gutes Album hatte ich im Vorfeld schon, denn nach den nur passablen letzten Outputs wurde es meiner Meinung mal wieder Zeit, der Jugend zu zeigen, dass die olle Basswarze Lemmy noch zu Großtaten fähig ist.
Tja, um das Urteil schon mal vorweg zu nehmen: Motörizer ist eine richtig gute CD geworden. Lange hat mir kein Silberling des Trios mehr so gefallen wie dieser hier. Das liegt nicht nur daran, dass das Songmaterial für Motörhead-Verhältnisse recht abwechslungsreich geraten ist, sondern vor allem daran, dass hier nicht nur einmal der großen Vergangenheit der Motorköpfe Tribut gezollt wird. Kommt da beim wahren Fan nicht ein wohliges Kribbeln auf, wenn textlich z. B. dem Überalbum 1916 bei den Zeilen "Going To Brazil", bei Songtiteln wie "Teach You How To Sing The Blues" oder auch der mächtigen Bastards mit "Lost In The Ozone" gehuldigt wird? Oder gar bei "Rock Out" musikalisch mehr als nur ein wenig an Stücke wie "Iron Fist" oder gar "Motorhead" erinnert wird? Aber nicht nur in der Vergangenheit wird geschwelgt, auch Moderneres wird mit dem ungewohnt epischen "Heroes" geboten, den stampfenden Rauswerfer "The Thousand Names Of God" nicht zu vergessen. Knapp 40 Minuten Spielzeit sind für eine Motörhead-CD wirklich ausreichend, mehr will kein Mensch hören, dann führe ich mir das Ding lieber mehrmals zu Gemüte, gut genug für die ein oder andere Wiederholung ist der Rundling allemal geworden. Jep, ich behaupte hier mal ganz frech, dass Motörizer das erste wirklich zufrieden stellende Album seit Bastards geworden ist, auch wenn es wegen des ein oder anderen nur soliden Songs nicht ganz auf einer Höhe mit 1916 oder den ganz klassischen Alben der Kilmister/Clarke/Taylor-Phase ist. Aber solche Meisterwerke schüttelt keine Band des Planeten dauernd aus dem Ärmel, das war nicht zu erwarten gewesen.
Wo Motörhead drauf steht, ist auch Motörhead drin, so viel war ja schon von Anfang an klar. Aber diesmal ist es mal wieder eine verdammt starke Scheibe geworden, die dem Hörer zeigt, dass Herr Kilmister auch im zarten Alter von 63 (in dem sich "normale" Menschen schon lange auf den Ruhestand freuen) nichts von seiner Glaubwürdigkeit als Mr. Rock'n'roll verloren hat. Oder um es mit den Worten der Einleitung zu sagen: Motörhead können kein schlechtes Album machen!

Hannes

5 von 6 Punkten

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