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Serenity - Fallen Sanctuary

Serenity - Fallen Sanctuary
Stil: Progressive Melodic Metal
VÖ: 29. August 2008
Zeit: 50:06
Label: Napalm Records
Homepage: www.serenity-band.com

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Verwöhnten die Österreicher Serenity ihre Fans bisher mit Progressive Power Metal-Klängen, so müssen sich die Ohren nun ein wenig umstellen, denn stilistisch gesehen verpacken die Jungs ihre Musik nun in ein Symphonic Power Metal-Gewand. Und so dürften die Fans der ersten Stunde mit der vierten Veröffentlichung (inklusive der beiden Demos aus 2002 und 2005) ihre liebe Müh und Not haben. Woher der Sinneswandel kam, vermag man wohl nicht zu sagen. Fakt ist aber, dass der Vorgänger Words Untold & Dreams Unlived an sich ein durchweg gelungenes Album war, mit dem die Band eine gelungene Duftmarke setzte. Der Supportslot bei Dio war denn auch der Lohn der Mühen.

Und nun? Nun, man merkt den Musikern an, dass sie gereift sind. Das gilt sowohl für Songwriting als auch Umsetzung. Die Stücke sind schön harmonisch aufgebaut, die Melodien fließen leicht ins Ohr und auch die Refrains sowie Choräle und Orchesterparts wissen zu gefallen. Dazu gesellen sich griffige Riffs, Tempovariationen und mehrstimmiger Gesang. Und so können Songs wie "Coldness Kills", "Derelict" oder "All Lights Reserved" auf Anhieb überzeugen und machen Lust auf mehr.

Auf der anderen Seite versinken manche Lieder - man nehme nur die beiden Balladen "Velatum" und "Fairytales" oder das arg zerfahrene "The Heartblood Symphony" - in ebenso viel Kitsch wie Bombast und können so gar nicht gefallen. Auch der omnipräsente Keyboardteppich geht mir - mit Verlaub - tierisch auf den Senkel, da es den Stücken viel Raum zur Entfaltung nimmt und die Gitarren für meinen Geschmack zu stark dominiert. Das Sprichwort "Weniger ist Mehr" trifft hier ganz gut zu.

Die restlichen Songs liegen irgendwie zwischen diesen beiden Zuständen. So zeigt sich unterm Strich eine Band, die auf der einen Seite ein faszinierendes Gespür für ein eingängiges Songwriting besitzt, dies dann aber zum Teil durch zuviel Fracht und Ballast metertief im Wolfgangsee versenkt. Trotzdem überwiegen hier die positiven Aspekte und Genreliebhaber können ruhig ein Ohr riskieren. Die vom Label prophezeite harte Zeit für Bands wie Sonata Arctica und Kamelot liegt aber doch noch ein wenig in der Zukunft.

JR

4 von 6 Punkten

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