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Pure Inc. - Parasites And Worms

Pure Inc. - Parasites And Worms
Stil: Alternative Rock
VÖ: 29. August 2008
Zeit: 49:50
Label: Dockyard1
Homepage: www.pureinc.net

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Nun, eine Band Pur AG zu benennen, das scheint zumindest waghalsig. Stellen sich doch sofort grausliche Assoziationen zu Songs ein, bei denen das Hausfrauenpublikum danach gefragt wird, wo denn all die "Indiahaanneeer" hin seien. Aber die Furcht ist - zumindest im vorliegenden Falle - unbegründet, denn hier haben nicht etwa die Urväter des Deutschpops eine Aktiengesellschaft gegründet, sondern vier Schweizer Herren eine Formation gezimmert, die es in sich hat.

Die Kollegen Gianni Pontillo (Gesang), Sando Pellegrini (Gitarre und Mineralwässer), Ueli Hofstetter (Bass) und Dave Preissel stammen aus Basel und werkeln bereits seit 2004 durch die Unterhölzer der Eidgenossen. Selbst beschreiben sie ihren Sound recht farbig: "Man nehme 10 Gramm von Led Zeppelin, 20 Gramm von Alice In Chains, 30 Gramm Black Label Society auf 40 Gramm Soundgarden und mische es ordentlich durch, und schon hat man den hochexplosiven Cocktail namens Pure Inc." Wenn man solch vollmundigen Aussagen oft mit einer gesunden Portion Skepsis begegnen muss: hier stimmt die Einsortierung höchst trefflich.

Unglaublich frisch, freudig und dynamisch verbinden die Jungs Elemente des klassischen Hard Rock mit dem Feeling des Grunge, und so schwierig dieser Brückenschlag auf den ersten Blick sein mag, so wohlig funktioniert die Mischung. Riffmonster walzen da zu "The End", "Evenmore", "Serenade Of Aggression" und anderen fröhlichen Liedertiteln aus den Boxen, die in der Tat den Geist der 90er atmen - aber wo die Seattle-Knaben so oft durch Weltschmerz-Schwurbeleien nervten, setzen Pure Inc. sofort einen Hook, eine wunderbare Melodie und einen unentrinnbaren Refrain. Im Endeffekt ist das Alternative Rock mit melodischem, klassischem Einschlag, der in so mancher Harmonie auch öfter mal nach Roy Z in Diensten von Bruce Dickinson klingt. Und das kann nur gut sein.

Absoluter Kracher dabei ist immer wieder die Vokalakrobatik von Herrn Pontillo, der klingt, als ob David Coverdale bei Nirvana eingestiegen wäre. Atmosphärisch, rau, melodisch, genial. Hut ab!

Freunde, so muss das sein, wenn man wieder mal einen Farbtupfer in der musikalischen Landschaft sucht. Die Scheibe gibt's übrigens auch als Limited Edition mit dem Zep-Cover "Immigrant Song" - als ob die Schweiz da irgend ein Problem hätte... aber das am Rande.

Holgi

5 von 6 Punkten

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