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El Thule - Green Magic

El Thule - Green Magic
Stil: Doom'n'Roll
VÖ: 21. November 2007
Zeit: 60:09
Label: Go Down Records
Homepage: www.el-thule.com

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Während El Thule auf dem Stoned From The Underground-Festival in Sondershausen spielen, trudelt mit einem Dreivierteljahr Verspätung Green Magic bei mir ein. Die Truppe aus Bergamo spielt seit 2001 unter diesem Banner und ist ein echter Geheimtipp in Sachen Doom. Nach zwei Releases in Eigenproduktion ist dieses Album das Debüt von Mr. Action, El Commandante und Gweedo Weedo.

Geboten wird eine Mischung aus Electric Wizard, Cathedral und Co., die abgeht wie ein eisernes Untergangs-Zäpfchen. Die acht Titel vereinigen Langsamkeit und Heftigkeit mit einer psychedelischen Kante und klingen dabei frisch, modern und krachig.
Sobald nach dem einminütigen Didgeridoo-Intro "Shaman" aus den Lautsprechern wummert, um dann in einen charakteristischen Reverend Bizarre-Part überzugehen, ist es um den Hörer geschehen.
Gesang nimmt eher einen kleineren Anteil ein, da fast jeder Song minutenlange wabernde abgespacte Passagen hat, oder monoton vor sich hindoomt. Nicht missverstehen, denn der Fan in mir schätzt's. Bezüglich der Texte muss ich allerdings bemängeln, dass sie in einem ziemlich holprigen Englisch abgefasst sind, was aber erst auffällt, wenn man das Booklet aufschlägt. Davor versteht man ohnehin kein Wort.
"Bud Orange" entstand wohl direkt nach dem Genuss derselben Blüten. Ich bin ja der Meinung, dass Musiker, egal ob auf Drogen oder nicht, entweder gut oder beschissen sind, aber dieses Kiffer-Selbstinszenierung muss anscheinend sein. Urplötzlich geht der Song in eine hypnotische Nummer mit schamanesken Trommeln und Sitar über, bevor wieder klassisches Doom-Schema gefahren wird. In Sachen Stimmung lässt Hopkins, Witchfinder-General, grüßen.
Mächtig und langsam brettert dann "Planet Of The Monolith" aus den Boxen. Der verzerrten Vocals halber erinnert der Song an Electric Wizard, während nach dem Break das Gaspedal durchgedrückt wird und die neueren Cathedral durchscheinen. Wah-Wah-Gitarren verleihen dann auch noch eine veredelnde Hendrix-Schlagseite. Die "Green Mamba", ein Retro-Stoner vor dem Herrn, rockt ohne Spielereien oder Intro direkt los und schlägt ihre musikalischen Giftzähne ins Publikum. "Adam Bomb" macht seinem Namen alle Ehre, mehr muss nicht gesagt werden. "Lunar V" leitet das stimmungsvolle Finale ein und mariniert dem Hörer noch mal ordentlich die Synapsen, bevor es ihn ins All schießt.

Tja, auch Fifty Cent preist den guten, alten Doom, wenn er rappt es "nice and slow" zu brauchen. So brauch ich's auch, Fifty! Wem's sonst noch so geht, der kommt an diesem erstklassigen Debüt nicht vorbei. Ich warte hoch gespannt aufs nächste Lebenszeichen der Band- dann aber zeitiger, bitte!

Fab

6 von 6 Punkten

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