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Vicious Art - Pick Up This Sick Child

Vicious Art - Pick Up This Sick Child
Stil: Death Metal
VÖ: 04. April 2008
Zeit: 44:14
Label: Mighty Music
Homepage: www.viciousart.se

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Vicious Art kommt aus Schweden und Mitglieder der Band spielten vorher in solch illustren Combos wie Entombed und Grave. Was für eine Art Musik macht diese Gruppe also? Ganz genau: Grindigen Death Metal der amerikanischen Schule!
Allerdings hätte ich mir bei Namen wie Jörgen Sandström (Ex-Entombed, Ex-Grave) und Robert Lundin (Ex-Dark Funeral) ein bisschen mehr erwartet, denn die Scheibe will bei mir einfach nicht zünden. An der Technik liegt's sicher nicht alleine: Die Gitarrenarbeit ist recht solide ausgefallen, die Vocals passen recht gut zum Sound, das Schlagzeug ist immerhin zweckdienlich eingesetzt und die Bassläufe gefallen mir sogar ausgesprochen gut. Auch die Produktion ist der Musik durchaus angemessen. Für meinen Geschmack könnte man im Tieftonbereich den Regler zwar noch ein bisschen mehr aufdrehen, aber das ist wirklich Geschmacksache. Ansonsten klingt das Werk nämlich recht ansehlich (oder sollte man hier etwa "anhörlich" schreiben?), da gibt es keine großen Kritikpunkte. Es sind die Songs, die mir Schwierigkeiten bereiten. Irgendwie fehlt mir bei den meisten Stücken der Zug, der rote Faden, die Linie. Die meisten Tracks verlieren sich ein wenig in sich selbst, wirken seltsam unfokussiert, so dass ich mich immer wieder dabei ertappe, wie ich mit den Gedanken vom Konsum der CD abschweife. Dass es auch anders geht, beweisen die beiden Abrissbirnen "Murderer" und "Chewing Gunpowder": Gerade aus, voll auf die Zwölf, da ist Zug drin, das hat Hand und Fuß. Wenn mehr Stücke diesen Kalibers auf der CD vertreten wären, könnte das durchaus zu einer Empfehlung führen, so aber reichen zwei gute Songs nicht aus, um mich milde zu stimmen. Zwei? Nein, eigentlich sogar drei, denn das Abschlussstück "The Topmost Violent God" ist zwar keine Speedgranate wie die anderen beiden Tracks, aber hier versteht es die Gruppe, eine sehr fesselnde Stimmung zu erzeugen, die mich ein wenig an die Werke von The Red Chord erinnert. Bleiben also drei gute Songs und der Rest versinkt im Sumpf des Vergessens, das reicht nicht für eine gute Wertung. Dabei stellt sich die sonst recht solide Spielzeit von fast 45 Minuten auch als Hemmschuh heraus, etwas kürzer und dafür knackiger wäre mir lieber gewesen.
Schade, bei der Besetzung hätte was Großes rauskommen können, aber wirklich überzeugend ist das Zweitwerk der Schweden leider nicht. Da gibt es in diesem Sektor Besseres...

Hannes

3 von 6 Punkten

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