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Qntal - Translucida

Qntal - Translucida
Stil: Mittelalter/Dark Wave
VÖ: 29. Februar 2008
Zeit: 58:52
Label: Drakkar
Homepage: www.qntal.de

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Qntal legen mit Translucida nun ihr sechstes Album vor und gelten schon lange nicht mehr als Geheimtipp in der Gothic- und Mittelalterszene. Gleich mal vorneweg: mit Metal hat Qntal überhaupt nichts zu tun, hier trifft Mittelalter auf elektronische Musik - und auch wenn ich eigentlich kein Fan des Elekktros bin, so verzaubert mich Translucida nichtsdestotrotz. "Schuld" daran ist wohl die einmalige, herausragende stimme von Syrah (Sigrid Hausen), die den mittelalterlichen Gesang perfektioniert hat und sehr facettenreich vorträgt. Als ausgebildete Sopranistin verzichtet sie ganz auf Techniken des opernhaften Gesangs, wie wir es sonst oft bei Frontsängerinnen erleben. Dadurch wird er selbst bei Dauerbeschallung nicht nervtötend. Ihre Stimme ist klar, fein aber dennoch druckvoll genug und entführt einen in andere Sphären, wenn auch Translucida deutlich modernere Klänge als der Vorgänger Silver Swan aufweist.

Sind die meisten Stücke eher ruhig, so finden sich aber auch einige Tanzstücke auf der Scheibe, wie z.B. das etwas an "Selig" von Helium Vola erinnernde "Sumer"; noch peppiger sind "Glaciers" und "Lumer", die aber für meinen Geschmack deutlich zu viele Elektronikelemente enthalten. Von den ruhigen Stücken stechen der Opener "Sleeping" und Namenspate "Translucida" hervor. Ersteres besticht durch Schlichtheit, glockenhelle Klänge, Getragenheit ohne Langeweile, während "Translucida" wirklich die Schwelle zwischen alter Musik und Avantgarde, zwischen Rückbesinnung und Innovation öffnet und von jeder Seite her zugänglich macht.

Fazit: Translucida ist ein feinsinniges Werk von hervorragenden Musikern, bar jeglichen Pömps - schlicht und ergreifend. Der gemeine Metaller wird damit wohl weniger anfangen können, aber jeder, der seine Hörfühler auch in avantgardistische Richtungen ausstreckt, wird hier ein Top-Album finden.

Tarnele

5 von 6 Punkten

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