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Elffor - Son Of The Shades

Elffor - Son Of The Shades
Stil: Medieval Black Ambient
VÖ: 04. April 2008
Zeit: 59:54
Label: Northern Silence Productions
Homepage: www.elffor.com

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Wenn man sich das Cover der CD reinzieht, denkt man sofort an harschen und gar grimmigen Black Metal der räudigeren Sorte. Doch was einem dann durch die Anlage entgegenschallt, ist etwas gänzlich anderes. Doch fangen wir von vorne an.
Das Ein-Mann-Projekt/die Ein-Mann-Band existiert nun schon seit 1995. In der verstrichenen Zeit hat man es auf vier Veröffentlichungen gebracht, die letzte datiert aus dem Jahre 2006. Die bisherigen Alben wurden in einer Auflage von 500 Stück auf den Markt gebracht und waren wohl angabegemäß binnen kürzester Zeit ausverkauft. Northern Silence Productions hat dem Spanier, der hinter Elffor steckt, ein entsprechendes Angebot gemacht und so werden nun diese vier Alben in chronologischer Reihenfolge in der Zeit zwischen 2007 und 2009 erneut auf den Markt gebracht. Das mir vorliegende Son Of The Shades stellt die zweite Veröffentlichung des Mannes dar und erblickte 2002 das erste Mal das Licht der Welt.
Doch nun zur Musik. Mit Black Metal hat die Mucke schon mal rein gar nichts zu tun. Die Selbstbeschreibung lautet auf Medieval Black Ambient, was man so in etwa auch so stehen lassen kann. Die zehn Songs (inkl. der beiden Bonus-Tracks "Hidden In The Nebular Landscapes" und "Endless Dark Flames") sind nicht nur Keyboard-dominiert, sie bestehen zum größten Teil auch nur aus diesem Instrument. Schlagzeug oder verzerrte Stromgitarren sind hier klar in der Minderheit. Zwar kommen diese auch dann und wann zum Zug, wie etwa beim Titelsong oder "...Of Wolves & Blood", doch werden sie klar von den Keys nach hinten gedrückt. Gerade "...Of Wolves & Blood" oder auch "Infernal Woods" erinnern aufgrund des Riffings und der dominanten Keyboardmelodie stark an Summoning. Hier und da wird auch versucht, aufgrund des sich wiederholenden musikalischen Themas, an alten Burzum anzulehnen. A propos Thema: die Melodie von "Long Winter Days" ist stark am Soundtrack von Der Herr Der Ringe angelehnt. Da wird sich doch einer nicht etwa bedient haben?
Was soll man noch zu Elffor sagen? Die zehn Songs bilden eine gute Hintergrundbeschallung, bei denen man die Gedanken mal treiben lassen kann. Ein Freund vieler Worte ist Eöl, der Kopf hinter Elffor, jedenfalls nicht, denn allzu viel Text gibt es auf Son Of The Shades nicht zu hören. Dagegen wird sich auf dem Keyboard mal so richtig ausgetobt. Wer auf Mortiis steht, kann hier ruhig mal das ein oder andere Ohr riskieren. Wem das Tasteninstrument ein Graus ist, der sollte einen Bogen um diesen Silberling machen.

Ray

3 von 6 Punkten

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