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Neverland - Reversing Time

Neverland - Reversing Time
Stil: Symphonic Metal
VÖ: 29. Februar 2008
Zeit: 45:54
Label: AFM Records
Homepage: www.in-neverland.com

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Wer kann sich noch an die Reizwortaufgaben aus der Grundschule erinnern? Gab's vielleicht auch noch bei ein paar in den Klassen nach der Grundschule. Ist doch schon länger her bei mir. Aber hier mal eine Aufgabe für den geneigten Leser: Griechenland - Türkei - Neverland. Nein, nicht Neverland-Ranch. Wir bleiben schön im Metal-Bereich und werden nicht auf einmal zu kinderlieben Popern. Das wollen wir nicht.

Zu schwierig die Aufgabe? Na gut, ich will noch ein paar Hinweise geben. Neverland sind eine Gruppierung aus der Türkei, treten auch mal gerne als Dreamtone auf, die sich mit der griechischen Sängerin Iris Mavraki zusammengetan haben, um die Völkerverständigung etwas voranzutreiben.

Hilft nicht viel, weil niemandem bekannt? Gut, geht mir ja nicht anders. Wie steht es mit Tom Englund, Gary Wehrkamp und Hansi Kürsch? Ja, das sind weder Türken noch Griechen, aber diese Herren haben bei diesem Werk einfach mal ihre Finger ein wenig mitspielen lassen. Das lässt mich dann doch das erste Mal aufhören. Wenn die bei so was mitmachen, müsste es eigentlich was Ordentliches werden. Wollen wir mal abwarten.

Bombast ist derzeit ja groß angesagt und die Herren mit der Dame wollen dem Tobi Sammet und Herrn Arjen Anthony Lucassen ein wenig Paroli bieten und fahren schwere Geschütze auf. So bekommt auch ein Orchester, das Istanbuler Symphonie Orchester, seine Spielzeit.

Nachdem die CD sich mittlerweile knapp zehn Minuten dreht, frage ich mich, warum die da was von Sängerin faseln. Da ist nirgends eine Frau zu hören. Aber doch, beim dritten Stück darf sie mit eingreifen. Doch von Beginn: Der Opener "Shooting Star" beginnt in gekonnter Manier, wie man es bei dieser Musik erwartet. Einzig der Gesang ist etwas schwach geraten. Ob sie deshalb eine Frau mit an Bord geholt haben? Der zweite Song "To Lose The Sun" beginnt ruhig mit einer schönen Gitarreneinleitung, um dann in eine schnelle Nummer in bester Blind Guardian-Tradition überzugehen. Wenn mich meine Ohren nicht täuschen, höre ich sogar einen Hansi singen. Ob das nur Einbildung ist? Auf jeden Fall geht dieser Song richtig gut ins Ohr. Für mich der gelungenste auf dem Album.

Wie schon gesagt, ist beim dritten Stück dann Zeit für die Dame und damit ist auch die Zeit des Gothic-Einschlags angesagt. "Mankind Is A Lie" beginnt sehr dunkel und gothisch, gleitet dann über in ein angenehm leicht getragenes Stück, bei dem der klare Gesang von Iris Mavraki dann deutlich mehr überzeugen kann. Bereits beim vierten Track gibt es die notwendige Ballade. "Everlasting Tranquillity" nennt sich dieses Stück, bei dem die Gitarren-Frauengesang-Kombination manchmal etwas Blackmore's Night anklingen lässt. Bei "Reversing Time" darf dann wieder der Mann ran und da wird es dann langsam zum Problem. Die Scheibe baut immer mehr ab. Es sind noch immer durchaus gute Songs, aber sie bleiben nicht hängen, verlieren teilweise recht deutlich an spielerischer Stärke, da können auch das Orchester und die tatkräftige Unterstützung nicht viel helfen. "Mountain Of Joy" bietet ein paar Aufwecker und "World Beyond These Walls" hat dann durch Progideen und einen stärkeren Gastgesang ebenfalls ein paar muntere Augenblicke, aber es fehlt das entfachte Feuer in mir. Mehr als ein Schwelbrand kommt nicht zustande. Eigentlich schade, da die Idee an sich gut ist und auch das Potenzial vorhanden wäre. Gut, der männliche Gesangspart sollte durchwegs abgegeben werden, hier sehe ich auf jeden Fall ein Manko, aber ansonsten ist es eher Songwriterisches, was die Mängel erzeugt.

Wer noch nicht genug hat mit Avantasia und Co., der sollte ruhig einmal reinhören.

Anspieltipps: To Lose The Sun, World Beyond These Walls

Sophos

3 von 6 Punkten

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