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Review

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Norther - N

Norther - N
Stil: Melodic Death Metal
VÖ: 22. Februar 2008
Zeit: 48:47
Label: Century Media
Homepage: www.norther.net

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Norther musste sich immer wieder dem Vorwurf ausgesetzt sehen, andere Bands zu plagiieren, seien es Children Of Bodom, Dark Tranquility oder Soilwork. Da ist natürlich eine der Fragen, die beim Release eines neuen Albums gestellt werden, ob sie sich diesmal aus dem Schatten der diversen Vorbilder zu lösen vermögen.
Eins zumindest steht schon mal fest: Den Preis für den kürzesten Albumtitel des Jahres 2008 haben sie schon so gut wie sicher, denn kürzer als N geht es kaum noch. Fragt sich nur, ob kurz hier auch gut ist. Sagen wir es mal so: Schlecht isses nicht, über-super-mega-giga-toll aber irgendwie auch nicht. Wieder wird dem Hörer eine Melange aus fetten Riffs, Keyboardeinlagen und harschem Gesang geboten. Ob man das nun als Melodic Death (mit Betonung auf melodic) oder als Powermetal mit schwarzmetallischen Vocals oder sonstwie bezeichnet, ist eigentlich relativ egal, nett anzuhören ist die Musik auf jeden Fall. Auf dem ganzen Album beweisen die fünf Finnen, dass sie fähig sind, tolle Melodien und bärenstarke Refrains zu schreiben. Mal geht es etwas härter und griffiger zu ("Black Gold"), dann wieder wird wird etwas bedächtiger zu Werke gegangen ("Forever And Ever"). Auch die Quotenballade darf natürlich nicht fehlen ("If You Go"), deren Schmalzigkeit sich zum Glück einigermaßen in Grenzen hält und sogar ein paar kleine Experimente darf der Rezensent verzeichnen (z. B. der Anfang von "Always And Never"). Es wird also recht viel Abwechslung geboten, langweilig wird einem bei dieser Scheibe eher nicht. Auch die Wechsel im Sangesstil tragen zur Abwechslung bei, wobei mir persönlich die cleane Stimme ein wenig zu stark nach 80er-Jahre-Pop klingt, ist einfach nicht mein Geschmack. Auch die technische Umsetzung weiß zu gefallen, tolle Produktion und starke Leistung der Musiker. Gut, vielleicht hätte ich mir ein wenig mehr Ecken und Kanten gewünscht, ein wenig glattgebügelt wirkt die Sache dann doch. Und genau deswegen bleibt die Wertung der CD auch im gehobenen Mittelmaß hängen: Schöne Scheibe, schöne Songs, schöner Klang, aber irgendwie ein bisschen brav. Nett wäre der passende Ausdruck und genau dieses wäre die Überschrift über dieses Review, wenn ich denn eine wählen müsste.
Eine gute Scheibe, der es leider ein wenig an Eigenständigkeit mangelt, der Children Of Bodom-Stempel konnte damit noch nicht ganz entfernt werden. Unterhaltsam ist der Silberling aber auf alle Fälle, Fans der oben erwähnten Combos dürfen hier ruhig mal ein Ohr riskieren.
Anspieltipps: We Rock, Savior

Hannes

4 von 6 Punkten

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