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Pagan's Mind - God's Equation

Pagan's Mind - God's Equation
Stil: Progressive Heavy Metal
VÖ: 09. November 2007
Zeit: 60:08
Label: Limb Music
Homepage: www.pagansmind.com

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Es fehlt nur noch ein klitzekleiner Schritt, dann haben Pagan's Mind die oberste Liga des europäischen Progressive Metals erreicht und mit dem 2005er Hammer-Album Enigmatic:Calling haben die Norweger auch gleich einen gewaltigen Schritt in diese Richtung gemacht. Voller Vorfreude und Spannung halte ich nun das neue Werk God's Equation in den Händen. Wird es den starken Vorgänger übertreffen können oder ist es nur ein Schuss in den Ofen?

Nun kann ich es nicht mehr aushalten und schmeiße den Silberling in den Player. Es erklingt ein atmosphärisches Intro mit Akustik-Gitarren-Elementen und einem hervorragenden Drum-Solo gegen Ende. Die Spannung steigt weiter! Dann geht es mit dem Titeltrack weiter und der bringt mich von erster Sekunde an zum Headbangen. Wahnsinn, was für eine Energie! Sehr trashig-angehauchter Power Metal, doch dann wird das Tempo gedrosselt und effekt-überladene Synthesizer übernehmen die Oberhand. Nun setzt auch der Gesang ein und der ist komischerweise ein echter Störfaktor. Dieser trieft nur so vor Effekten und Hall, was nicht recht zur Begleitmusik passen will. Beim Refrain hat man sich dann wieder etwas gefangen und der Sänger kann erstmals seine echte Stimme präsentieren. Ein etwas sperriger Einstieg für eine Platte! Bei "United Alliance" kommen das erste Mal Techno-Einsätze zum Vorschein und vor allem wieder Effekte(!!!). Auch diese Nummer braucht gefühlte fünf Tage um in Fahrt zu kommen und erweist sich auch als durchaus sperrig. Ich weiß ja, dass es beim Prog-Metal heutzutage gängig ist, mehrere Spielarten miteinander zu verknüpfen, aber müssen denn dauernd diese Techno-Einschübe sein? Erstaunlich hart geht es bei "Atomic Firelight" zur Sache, obwohl man hier nahezu den gleichen Riff wie beim Titeltrack verwendet und über den Sänger könnte ich mich jetzt langsam echt aufregen! Herr Nils K. Rue hat ein Super-Organ und gehört zu den besten Vokalisten seiner Zunft, aber warum zur Hölle ballert einer seine Top-Leistung so mit Synthesizer-Effekten voll?
Mit "Hallo Spaceboy" folgt ein echtes Schmankerl, denn hier haben sich die Jungs David Bowie zur Brust genommen und eine echt geile Interpretation seines Hits abgeliefert. Meiner Meinung nach das Highlight der Platte. "Evolution Exceed" beginnt wieder mit übelsten Techno-Einlagen und braucht zudem wieder eine Zeit lang, bis der Song so richtig losgeht. Aber im Vergleich zum Rest der Eigenkompositionen ist dieser recht eingängig und überschattet den Rest auf der CD.

Insgesamt muss ich sagen, dass Pagan's Mind an sich eine sehr variantenreiche und gut durchdachte Scheibe abgeliefert haben. Aber die Songs sind sehr sperrig ausgefallen, manche eröffnen sich erst nach mehreren Durchläufen. Leichte Kost bekommt man hier definitiv nicht, was ja eigentlich für die Band spricht. Bei dem nächsten Output sollte man vollständig auf die Techno-Spielereien und die Effekte auf Gesang und Instrumenten verzichten, denn das ist ein Ärgernis für den Hörer. Wegen einer Handvoll guter Songs und den cleveren Arrangements vergebe ich wohlwollend eine 3-.

Basti

3 von 6 Punkten

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