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Aeon - Rise To Dominate

Aeon - Rise To Dominate
Stil: Death Metal
VÖ: 07. September 2007
Zeit: 45:05
Label: Metal Blade
Homepage: www.aeon666.com

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Holla, seit wann liegt New York denn in Schweden?? Die Frage mag anfangs komisch klingen, aber wer dem aktuellen Output von Aeon sein Ohr leiht, erkennt schnell den Grund für dieses Erstaunen.
Denn was die fünf Schweden auf Rise To Dominate zum Besten geben, ist reinrassiger Death Metal der New Yorker Schule. Keine schwedischen Riffs erwarten den Hörer, sondern typisch amerikanisches "ra-ta-ta-ta-Stakkato". Nichts erinnert an Schwedentod der Marke Dismember oder Entombed, nein, die Namen, die sich beim Konsum dieser CD aufdrängen lauten Malevolent Creation, Immolation, Incantation und auch ein wenig Cannibal Corpse. Kein Wunder, dass CC-Bassist Alex Webster diese Band in den höchsten Tönen lobt!
Böse klingt sie, die CD, ganz böse. Das sind keine Songs, die hier zu finden sind, das sind ausgespuckte Hassklumpen. Die Lyrics der Band bewegen sich fast schon im schwarzmetallischen Bereich, die einzige Thematik besteht aus heftstiger anti-christlicher Agitation, gegen die selbst Black Metal-Combos wie Immortal wie fromme Lämmchen wirken.
Blitz sauber produziert (für Mastering und Mixing war Dan Swanö zuständig), wird dem geneigten Hörer auf einer angemessenen Spieldauer von gut 45 Minuten hier feinstes Können an den Instrumenten geboten: Der Bass verleiht dieser CD eine enorme Wucht, die Gitarren sind ständig präsent und bieten walzende und gleichzeitig messerscharfe Riffs und die Stimme von Sänger Tommy Dahlström bleibt bei allem Gegrunze recht gut verständlich. Das Songmaterial weist deutlich darauf hin, dass diese Stücke aus einer Hand stammen, sie passen einfach gut zusammen. Meist wird auf höchster Geschwindigkeitsstufe gebolzt, ständige Doublebass-Drums und Blastbeats inklusive, hin und wieder wird aber auch mal der Fuß vom Gaspedal genommen und dadurch nur eine noch bösere Atmosphäre erzeugt. Ganz besonders gefällt dem Rezensenten der Rausschmeißer "No One Escapes Us", der in seiner Unausweichlichkeit wirklich ein Gefühl des "Weglaufen sinnlos" erzeugt.
Eines der heftigsten Alben des Jahres, brutal und giftig.
Die Höchstnote aber bleibt der Scheibe verwehrt, weil ich, ähnlich wie bei der aktuellen Malevolent Creation; ein Problem mit dem durchgehend gleichen Aggressionslevel der Stücke habe: Irgendwie stellt sich dadurch einfach nach einer gewissen Zeit ein leichter Gewöhnungeffekt ein. Allerdings ist das nur ein kleines Manko, wirkliche Langweile kommt nicht auf. Für fünf Punkte reicht's dann doch dicke!

Hannes

5 von 6 Punkten

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