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Metsatöll - Terast Mis Hangund Me Hinge 10218

Metsatöll - Terast Mis Hangund Me Hinge 10218
Stil: Ethno Metal
VÖ: November 2005
Zeit: 48:02
Label: Nailboard Records
Homepage: www.metsatoll.ee

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Wer "anders" bis dato europäisch (damit klammere ich die Japaner mal geschickt aus) folgendermaßen steigerte: anders - ganz anders - Finnen, der darf seinen Wortschatz nach Genuss dieser Scheibe umändern in: anders - Finnen - Esten. Kein Wunder, gehören sie doch zur finno-ugrischen Völkergemeinschaft. Auch die 14 (!!!) Fälle des Estnischen sprechen für sich...
Terast Mis Hangund Me Hinge 10218 (wobei 10218 die Jahreszahl darstellt. Leider konnte ich nicht eruieren, worauf diese Zeitrechnung basiert) ist die Neuaufnahme (2005 erschienen) der 1999er Scheibe Terast Mis Hangund Me Hinge. Ein weiteres Rätsel bleibt, warum der Silberling (in der Promo-Version) bei uns fast zwei Jahre nach Veröffentlichung eintrudelt. Aber nun endlich zur Musik: Genauso wie bei Hijekoda handelt es sich Folk-Metal, allerdings merkt man dem Liedgut an, dass es - zumindest zumeist, vor dem von Hijekoda entstanden ist. Die Songs wirken en Gros ungeschliffener, unausgegorener. Auch wenn sich die Texte (alle in estnisch) lustig anhören und lesen lassen(z.B.: "Tulnud võõrad, lihtsalt et haridust meil anda, kuid valede jumalate ees me omas veres põlvili pidime orjaiket kandma."), so sind mir da ein bischen zu viele, international verständliche ohhh-ohhh-ohhhhs drin. Insgesamt könnte man den Sound wohl als estnische Vintersorg mit einer Prise Eläkeläiset bezeichnen. Also durchaus etwas mit Kult- und Fun-Potenzial, auch wenn es hier noch nicht voll ausgeschöpft wird. Beim den ersten Tönen von "Metsahiva 2" dachte ich mir : Whisky, Tango, Foxtrott, hab ich damals in der Schule nicht aufgepasst, oder was haben Esten mit Indianern zu tun? - Auf jeden Fall hat das Stück mehr mit indianischen Kriegstänzen gemeinsam denn mit Metal, auch wenn es im weiteren Verlauf dann eher Verwandschaft mit mongolischen Obertongesängen zeigt. Sehr stark finde ich "Oma Laulu Ei Leia Ma Üles", das etwas an "Golden Brown" von den Stranglers erinnert. Insgesamt sind die Titel abwechslungsreich (bis auf besagtes ohhh, welches öfters auftaucht) und bieten fast alles von Pagan über Paganmetal bis zu nordischen Saufgesängen.
Für Sammler ist der Kauf zu empfehlen, genauso für Leute die von Hijekoda schon begeistert waren, allen anderen geneigten Fans dieses traditionell angehauchten Genres empfehle ich, sich erst mal Hijekoda zuzulegen. Sollte es die Esten aber mal zu Live-Acts in deutsche Gefilde verschlagen, so denke ich, wird sich ein Konzertbesuch sicherlich auszahlen.

Tarnele

4 von 6 Punkten

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