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Review

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Primal Fear - New Religion

Primal Fear - New Religion
Stil: Power Metal
VÖ: 21. September 2007
Zeit: 53:54
Label: Frontiers Records
Homepage: www.primalfear.de

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So, jetzt hab ich also die Torte im Gesicht!
Was muss ich mich auch vordrängeln, grad, wenn's um für mich eher ungewohntes Territorium geht? Aber nein, der Herr Möchtegern-Rezensent ist ja sooo überzeugt von sich...
Na gut, ganz von ungefähr kam mein "Normal-Metal-Anfall" ja nicht, immerhin halte ich Primal Fear ja für eine der besten Power/Speed Metal-Combos teutonischer Bauart schlechthin (zusammen mit Iron Savior und, in deren eher schwermetallischen Momenten, Sinner) und das letzte Album der Band um Ralf Scheepers und Matt Sinner hätte bei mir locker die volle Punktzahl bekommen. Also wäre das Album doch der ideale Rezensionseinstieg für meinen Einen, was den gemäßigteren Bereich des Schwermetalls betrifft.
Dachte ich zumindest...
Also, flugs die CD eingelegt und gespannt drauf gewartet, was mir da so entgegenschallt.

Und doch, der Opener "Sign Of Fear" hat's durchaus in sich. Knackig, deftig, heavy, der Song fängt richtig gut an. Hier will der gute Ralf Scheepers wohl deutlich herausstellen, dass ER eigentlich der richtige Mann für Judas Priest gewesen wäre, so hoch kam er bisher noch nie. Doch, wenn das so weitergeht, könnte mein Experiment mit "unblutiger Musik" doch noch gut ausgehen...
Das nächste Stück "Face The Emptiness" kommt da schon ein ganzes Stück weniger heftig, dafür umso eleganter und melodiöser rüber. Hier knüpfen die Herren deutlichst an das Vorgängerwerk und im Speziellen an dessen Titeltrack an. Bisher also immer noch alles im grünen Bereich.
Track Nummer Drei allerdings überrascht mich dann doch ganz gewaltig. "Everytime It Rains" kommt als reinrassige Ballade rüber mit orchestralen Arrangements und einem Duett von Ralf mit Simone Simons von Epica. Gar nicht mal wirklich schlecht, zuckersüß und einschmeichelnd, aber nicht wirklich schmalzig. Ich möchte jetzt das böse Wort "radiotauglich" nicht überstrapazieren, aber es drängt sich mir bei diesem Titel doch auf. Nun ja, ist halt alles Geschmackssache.
Der darauf folgende Titeltrack ist da zumindest Anfangs schon aus ganz anderem Holz geschnitzt. Fast schon ein wenig düster wirkt er und schreit einem das Wort "Jugulator" geradezu entgegen. Allerdings nur so lange, bis es zum Refrain kommt, der meines Erachtens ziemlich in die Hose geht. Ich kann den Finger nicht mal genau auf den wunden Punkt legen, aber irgendwo fühlt sich für mich da was falsch an.
Egal, weiter geht's mit dem dreiteiligen Monumentalwerk "Fighting The Darkness/The Darkness/Reprise" und jetzt wird's leider wirklich ein wenig zu majestätisch oder mit anderen Worten schmalzig. Ja, ich weiß, auch diese Art Musik hat ihre Daseinsberechtigung, aber ich habe so etwas einfach nicht auf dieser CD erwartet. Das Stück ist grandios, elegant, melodiös und was weiß ich noch alles, aber es ist auch extrem... öh... kommerziell(?).
Da gefällt mir der Anfang des nächsten Stückes "Blood On Your Hands" doch wesentlich besser, auch wenn hier mal wieder das Wort "Jugulator" über dem Ganzen schwebt. Ist ja nichts Schlechtes dran, aber leider geht für mich auch hier der Chorus in die Hose. Aber zumindest der Rest des Stückes weiß mir dann doch zu gefallen.
Was man vom folgenden "The Curse Of Sharon" nicht gerade behaupten kann. Ziemlich platte Melodieführung, irgendwo hab ich das schon mal gehört. Was aber mit "Too Much Time" nicht besser wird, sondern noch mal abflacht. Nicht mit dem Stück an sich, aber der Refrain ist ja so was von unsäglich...
Dafür naht die Rettung im nächsten Stück "Psycho". Schicker Midtempo-Stampfer, geiler Basslauf. Das Stück wirkt bissig, so gefällt mir das schon besser (hab ich schon mal das Wort "Jugulator" erwähnt?). Tut richtig gut, das Stück.
Dafür gibt's beim nächsten Stück "World On Fire" aber wieder einen Rückfall in die Kategorie "sehr melodisch", ums mal so zu nennen. Nicht wirklich schlecht, aber belanglos. Und zum Abschluss gibt's mit der Ballade "The Man (That I Don't Know)" noch mal eine fette Portion Zuckerguss mit Streichern, dramatischen Spannungsbögen und eben einer ganzen Menge Süßkram.

Dabei ist die CD eine der bestproduzierten Scheiben, die ich in letzter Zeit im Player hatte. Klar, transparent, druckvoll, ich wüsste nicht, was man daran verbessern könnte. Und zu spielen (oder singen) haben die Jungs ja auch nicht verlernt, da gibt's auch überhaupt nichts zu bemängeln.
Um eines aber klarzustellen: Mein ganzes Gemecker darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei New Religion um ein ausgezeichnetes Melodic Metal-Album handelt, mir persönlich fehlen auf dieser Scheibe einfach die "Cochones"...
Ich bin halt von "einer weiteren" Speed/Power Metal-CD ausgegangen und habe ein Werk vorgefunden, das dieser Erwartungshaltung nicht entspricht.
Fans von Bands wie Nightwish, Sonata Arctica oder Rhapsody Of Fire sollten mit New Religion mehr anfangen können als Hörer, die mehr auf den bisherigen Stil von Primal Fear stehen (die sollten vor dem Kauf zumindest mal probehören).
Ich weiß einfach nicht, wie ich das Album einordnen soll und deswegen enthalte ich mich mal einer Bewertung, vielleicht bin ich wirklich nicht der richtige Mann für so was...

Hannes

Ohne Wertung

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