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Jorn - Live In America

Jorn - Live In America
Stil: Heavy Metal
VÖ: 21. September 2007
Zeit: CD 1: 39:52 - CD 2: 55:11
Label: Frontiers Records
Homepage: www.jornlande.com

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Dass ein Herr Jorn Lande nicht unbedingt zu den faulsten seiner Zunft gehört sollte ja unlängst bekannt sein. Nach seinem Ausstieg bei Masterplan lautete für ihn ja noch dazu die Devise, dass er sich in Zukunft verstärkt auf seine Solokarriere konzentriert. Vor kurzem machte er mit seinem Auftritt beim Ken Hensley Album Blood On The Highway und dem zweiten Teil seiner Zusammenarbeit mit Magnus Karlsson und Russell Allen auf sich aufmerksam. Doch für seinen Solopart hat er ja bereits Ende Januar mit Unlocking The Past und The Gathering seine Weichen gestellt. Und genau da soll es auch weiter gehen.

Denn mit Live In America steht nun das erste Livedokument seiner Sololaufbahn auf dem Programm, welches bereits am 16. September 2006 in Atlanta beim ProgPower Festival aufgezeichnet wurde. Das auf zwei CDs verteilte Konzert bietet sowohl einen kleinen Querschnitt durch sein eigenes Schaffen als auch einen Querschnitt über seine Einflüsse an. CD 1 konzentriert sich dabei auf sein letztes Soloalbum The Duke, welches allein schon mit "We Brought The Angels Down", "Blacksong", "Duke Of Love" und dem Thin Lizzy-Cover "Are You Ready" vertreten ist. Vom Out To Every Nation-Album ist hingegen nur der Titeltrack am Start. Thin Lizzy wird noch mal mit "Cold Sweat" Tribut gezollt, und von Dio muss "Straight Through The Heart" (ursprünglich auf Holy Diver) herhalten. Wer Jorn Lande kennt, weiß allerdings dass dieser mit seiner dynamischen Stimme keine Probleme hat diese entsprechend und relativ originalgetreu umzusetzen. Ein Schlagzeugsolo und ein Gitarrensolo komplettieren dabei die erste CD.

Auf der zweiten CD wird nun ein bisschen tiefer in der Vergangenheit gegraben. Von seinem Engagement bei Beyond Twilight gibt es gleich zu Beginn "Godless And Wicked" von The Devil's Hall Of Fame zu hören um sofort danach "Soulburn" (Masterplan) in die Umlaufbahn zu jagen. Die Perfekten Fremden von Deep Purple werden nach dem Instrumental "Devilbird" zum Tanz gebeten. Mit die ersten Sporen verdiente sich der Norweger seinerzeit bei The Snakes, aus dieser Phase wird "Gonna Find The Sun" zum Besten gegeben bevor sich Mr. Lande fast selbst übertrifft. Und zwar mit einem annähernd 18 Minuten langen Whitesnake-Medley. So wie die ineinander geschachtelten "Come On", "Sweet Talker", "Crying In The Rain", "Here I Go Again" und "Give Me All Your Love" dargeboten werden ist das schon mächtig cool und macht auch ganz schön Bock und Laune. Spätestens hier hört man mit welch grandioser Stimme der blonde Frontmann ausgestattet ist aber das sollte eh schon jeder wissen. Als Abschluss für CD 2 gibt es noch eine brandneue überarbeitete Studioversion von "Out To Every Nation", mit "Lonely Is The Word/Letters From Earth" eine weitere Coverversion (dieses Mal Black Sabbath), und mit "Sacrificial Feelings" einen ganz neuen Song zu hören. Die Coverversion ist bereits auf seinem Tributalbum Unlocking The Past vertreten. "Sacrificial Feelings" ist ein schöner bluesdurchtränkter Groover geworden, der sich durchaus mit seinem bisherigen Schaffen messen kann.

Bei den Liveaufnahmen kann man absolut nicht meckern, die Produktion wurde von Jorn Lande und seinem Gitarristen Jörn Viggo Lofstad sehr authentisch gehalten, es sind sowohl die Instrumente als auch der Gesang respektive das Publikum prima zu hören. Neueinsteiger sollten sich vielleicht zwar lieber an seine beiden oben erwähnten Zusammenstellungen halten, doch viel falsch machen können sie bei Live In America eben so wenig wie eingefleischte Fans. Und die werden sich den Doppeldecker wohl eh zulegen, allein schon wegen der zweiten CD.

Andi

Ohne Wertung

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