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Zonaria - Infamy And The Breed

Zonaria - Infamy And The Breed
Stil: Melodic Symphonic Death Metal
VÖ: 07. September 2007
Zeit: 46:31
Label: Pivotal Alliance
Homepage: www.zonaria.com

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Dem ein oder anderen werden Zonaria sicherlich von der letzten Impaled Nazarene-Tour ein Begriff sein, da sie dort die Rolle des Openers übernehmen durften. Ansonsten sind die schwedischen Todesmetaller noch weitestgehend unbekannt. Das könnte sich aber, wenn es das nicht schon längst getan hat, mit dem aktuellen Output Infamy And The Breed schlagartig ändern. Scheinbar wollen Zonaria in die Fußstapfen der ganz Großen im Black- und Melodic-Death-Metal-Sektor treten. Kurz nach dem Einlegen der Debüt-Scheibe musste ich sie direkt noch mal rausholen, um mich zu vergewissern, dass mir hier nicht jemand ein mir unbekanntes Dimmu Borgir-Werk untergejubelt hat. Aber wirklich, das aufgenommene Material stammt von den vier 19- bis 20-jährigen schwedischen Zonariern, weit und breit keine Spur von Shagrat & Co.

Damit dürfte auch die Marschrichtung auf Infamy And The Breed klar sein - orchestraler, mit vielen Keyboards unterlegter Black- und Death-Metal, der verdammt nach den neueren Dimmu-Releases klingt. Als Abklatsch kann man die Sache aber trotzdem keinesfalls abtun, erschließen sich doch viele Elemente der facetten- und abwechslungsreichen Songs erst nach mehreren Durchläufen. Auch wenn sie es nicht gerne hören werden, da sie sich im Promoflyer vehement davon distanzieren - leadgitarrentechnisch lässt sich der ein oder andere melodische Lauf im Stile von In Flames und Children of Bodom durchaus heraushören. Schlimm ist das aber nicht wirklich, da genau dies zu einer netten Auflockerung des doch eher im Black-Metal verwurzelten Materials führt. Ansonsten bleibt man den eigentlichen Vorbildern treu und liefert mehrere Hypocrisy-Stampfer wie zum Beispiel "Rendered In Vein" und "Evolution Overdose" ab. Auch "Attending Annihilation" könnte aus Herrn Tägtgrens Feder stammen, wäre da nicht Kollege Christian Älvestam von Scar Symmetry, der dem Song mit seiner unverwechselbaren klaren Stimme seinen ganz eigenen Stempel aufdrückt. "Image Of Myself" dagegen kommt so symphonisch und keyboardlastig um die Ecke, dass es eigentlich auch als Graveworm-Song durchgehen könnte. Mit dem langsameren und getragen-mystischen "The Black Omen" schaffen es dann Zonaria doch noch, ein paar ganz eigene Akzente zu setzen, bevor mit "Everything is Wasteland" am Ende noch einmal alles niedergewalzt wird.

Einen eigenen, unverwechselbaren Stil müssen Zonaria zwar noch finden und auch die Songs erreichen noch nicht immer die Wucht und Genialität wie die ihrer bekannten Vorbilder. Aber egal, die Jungs haben ja noch alle Zeit der Welt. Deswegen sollten sich alle, die von Dimmu Borgir, Arch Enemy und Hypocrisy nicht genug bekommen, das Teil durchaus mal durchs Hirn ballern lassen.

Sebbes

5 von 6 Punkten

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