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Voices Of Rock - MMVII

Voices Of Rock - MMVII
Stil: Melodic Rock
VÖ: 20. Juli 2007
Zeit: 57:58
Label: AOR Heaven
Homepage: -

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Meinem werten Schreiberkollegen Siebi wäre bestimmt schon das Wasser auf der Stirn gestanden wenn er gesehen hätte, wer für das hier vorliegende Album Voices Of Rock seine Finger mit im Spiel hatte. Nicht nur, dass das ehemalige Bonfire-Mitglied Chris Lausmann (Guitars, Bass, Keyboards) für das Songwriting und die Produktion verantwortlich ist, nein auch sein ganz spezieller Lieblingssänger Michael Voss hat hier mitgemischt. Doch das ist hier alles nur halb so wild, denn das Teil heißt ja schließlich Voices Of Rock und nicht Voss Of Rock. Somit geben sich einige bekannte Namen, (von daher auch der Titel, jaha) die Klinke in die Hand.

Den Anfang macht House Of Lords-Sänger James Christian mit "Voodoo Woman". Mit einem kernigen Riff und einem schönen Groove ausgestattet avanciert der Song zu einem tollen Ohrwurm der Marken Talisman, Hardline und Voodoo X. Zwei Gänge zurück wird bei "Over And Done" geschalten. Das ist zwar in den Strophen ganz ordentlich, der Refrain hingegen klingt etwas arg dröge und banal und wird von Dan Reed auch irgendwie ausdruckslos vorgetragen. Harem Scarem-Frontmann Harry Hess macht seine Sache bei "Irresistible" da schon besser, wobei natürlich auch der Song eine große Rolle spielt. Langsam groovend beißt sich die Melodie im Ohr fest. Schöne Atmosphäre, sehr gutes Arrangement. Warum sich allerdings diese drei Lieder in doppelter Ausführung (als Vollversion und als gekürzte Fassung) auf dem Album befinden, verstehe wer will. Das "Wild Thing" erschallt mitnichten wild aus den Boxen, Midtempo ist hier angesagt. Crown Of Thorns-/ Voodoo X-/Plasmatics-Sänger Jean Beauvoir veredelt mit seiner klaren und warmen Stimme diesen Song, der durchaus von einer seiner Bands stammen könnte. Terry Brock (Slamer/Strangeways) hat mit "Nightingale" ebenfalls einen starken Midtemposong am Start, bei dem seine ausdrucksstarke Stimme klar heraussticht. Auf Hardline-/Axel Rudi Pell-Sänger Johnny Gioeli kann man sich eigentlich immer verlassen, so auch bei "Phoenix Rising", wobei seine kraftvolle Stimme den abermals im Midtempo gehaltenen Song in das obere Mittelfeld zieht. Gute Laune verbreitet quasi gleich danach Göran Edman (Yngwie Malmsteen/Street Talk) bei dem Ohrwurm "China In Your Hands". "Underloved" könnte zwar rein theoretisch von Amanda Marshall oder Sheryl Crow stammen, doch es ist Robin Beck, die diesen Titel zum Besten gibt. Ist zwar durchaus okay, aber dass sie es auch besser kann, zeigt ihr aktuelles Album Livin On A Dream. Klassischen AOR kombiniert mit einer Keyboard-Erinnerung an Van Halens "Jump" kann man bei "Slip Away" mit FM-Sänger Steve Overland hören. Zum Abschluss gibt es den Michael Schenker Group-Sangesbarden Gary Barden (doppelt gemoppelt hält besser...) zu hören, der seine Stimmbändern beim rockigen und rifflastigen "Love Is Blind" schwingen darf.

Jedenfalls haben quer durch die Bank Chris Lausmann und Michael Voss ihre Sache ganz gut gemacht. Es bewegen sich zwar nicht alle Songs auf gleich hohem Niveau, aber eine gewisse Abwechslung und auch Eingängigkeit kann man nicht abstreiten. Mit dem ehemaligen Bonfire-/Paul Sabu-Gitarristen Angel Schleifer und der Melodic Rock-Ikone Tommy Denander an der zweiten Gitarre hat man zwei richtig gute und versierte Musiker an Bord geholt. Da erscheint die Wahl des Drummers doch etwas außergewöhnlich, denn der Peter Maffay-/Udo Lindenberg-Schießbudenvermöbler Betram Engel darf seine Stöcke schwingen, aber so lange das so klingt wie hier, ist dagegen nichts einzuwenden. Auch bei der Produktion gibt es nichts zu bemängeln, das Ergebnis ist sehr warm und klar ausgefallen. Melodic Rock-/AOR-Fans sollten hier auf alle Fälle die Lauscherchen spitzen und zumindest mal reinhören. Und ich bin mir auch sicher, dass mein Kollege Siebi dem ein oder anderen Lied nicht abgeneigt wäre.

Andi

4 von 6 Punkten

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