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Dark Fortress - Stab Wounds

Dark Fortress - Stab Wounds
Stil: Black Metal
VÖ: 21. Juni 2004
Zeit: 69:41
Label: Black Attakk
Homepage: www.thetruedarkfortress.com

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Habe ich eigentlich in Erdkunde bzw. Geographie geschlafen? Oder hat's eine Kontinentalplattenverschiebung gegeben, die an mir vorbeigeschrammt ist? Oder ist Landshut plötzlich ein Vorort vom norwegischen Bergen??? DAS muss es wohl sein, anders kann ich es mir nicht erklären, warum Dark Fortress so dermaßen Black klingen, wie es an und für sich den Norwegern vorbehalten bleibt.

Dabei hat die Band immerhin schon zehn Jahre auf dem Buckel und mit Stab Wounds ihr drittes reguläres Langeisen in die Läden gewuchtet. Dass man sich das ein oder andere Mal an Bergens Exportact No. 1 Immortal (R.I.P.) erinnert fühlt, stört eigentlich kaum. Aber der Vergleich wird auch nur zum Teil erfüllt, klingen Dark Fortress doch durchwegs eigenständig.
Die Songs sind sehr variabel gehalten, auch wenn man sich überwiegend im Mid-Tempo-Bereich aufhält. Scheinbar spielend schaffen es Dark Fortress während der Songs das Tempo zu variieren ohne dass das Ganze gezwungen oder aufgesetzt wirkt. Auch der ein oder andere Blast-Part findet sich hier, aber wie gesagt, nur kurz.
Los geht's mit dem sehr genialen Opener "Iconoclasm Omega", der gleich mal die ganze Bandbreite an Tempi abdeckt. Dieser Song kann getrost als richtungsweisend und repräsentativ für diesen Silberling bezeichnet werden. Mit "Self Mutilation", dem in meinen Augen stärksten Song des Albums, geht's auch gleich weiter. Die Vocals erinnern auch hier des öfteren an Abbath, aber das ist nicht weiter tragisch, verleihen sie doch den Songs diese klirrende Atmosphäre, die andere nicht zustande bringen.
Überhaupt ist die Produktion sehr gelungen. Nachdem das Debut Tales From Eternal Dusk ja etwas aalglatt und drucklos ausgefallen ist, man mit der Produktion des Nachfolgers Profane Genocidal Creations auch nicht so recht zufrieden war, hat man diesmal alles kurzerhand selbst gemacht und es hat sich gelohnt. Diese Scheibe hat diese klirrende Kälte, diese emotionale Dunkelheit, die Black Metal erst auszeichnet.
Zur Höchstnote hat's leider nicht gereicht, weil man auch den ein oder anderen leichten "Durchhänger" ("A Midnight Poem") dabei hat, der den durchwegs positiven Gesamteindruck aber nur geringfügig schmälert.

Ray

5 von 6 Punkten

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