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Pink Cream 69 - In10Sity

Pink Cream 69 - In10Sity
Stil: Melodic Hard Rock
VÖ: 23. März 2007
Zeit: 59:17
Label: Frontiers Records
Homepage: www.pinkcream69.com

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Es ist wirklich gut zu wissen, dass es Bands gibt auf die man sich immer wieder verlassen kann. Die multikulturelle Gruppe Pink Cream 69 ist ein so ein Fall. Diese feiert in diesem Jahr ihren zwanzigsten Geburtstag und nichts liegt näher als das nunmehr zehnte Studioalbum, das den kongenialen Titel In10sity trägt, auf das Melodic Rock/Metal-Publikum loszulassen. Passend zum Jubiläum wurde in Anlehnung an den selbstbetitelten Erstling das Coverartwork entsprechend gestaltet.

Es gab gegenüber dem letzten Album auch ein paar kleine Veränderungen zu vermelden. Die Plattenfirma bei der die Pinkies jetzt untergebracht sind, heißt Frontiers und Uwe Reitenauer, der live schon ausgeholfen hat und damit Gitarrist Alfred Koffler, der an Focal Dystonia (einer Muskel-/Nervenkrankheit in der Hand) leidet, entlastet hat, ist zu einem festen Bandmitglied geworden. Soweit die Eckdaten.

Ein Schlag, dem leise Tribalklänge und Stimmengemurmel folgen, die wiederum von Maschinengewehrsalven unterbrochen werden eröffnen "Children Of The Dawn" schon mal in recht harscher Weise. Nachdem David Readman die ersten Zeilen in gemäßigtem Tempo und mittlerer Tonlage gesungen hat, stellt es dem Rezensenten die Nackenhaare auf. Ein hoher Schrei, der durch Mark und Bein geht schneidet sich förmlich durch die Luft, und geht über in eine höhere Tonlage, die David Readman problemlos besteht. Die Instrumentalisten nehmen auch wieder das Tempo auf und bestimmen das Lied mit einer ordentlichen Portion Härte. Ein Song, ganz im Stile von "Gods Come Together" und "Seas Of Madness". Hammersong! Das treibende "No Way Out" wird in den Strophen von einem Stakkato-Riffing und leicht verzerrtem Gesang bestimmt, zum Refrain hin wird es dann klassischer Melodic Metal, der dem Hörer die volle Breitseite förmlich in die Lauschlappen schlägt. Meine Nerven! Ein Glück, dass der dritte Song "Crossfire" eher melodisch rockig ertönt, wenigstens eine kleine Verschnaufpause, wobei so richtig ruhig ist das auch nicht aber dafür sehr eingängig. Die Pinkies sind ja bekannt dafür, dass sie eine große Bandbreite abdecken und so ist auch nicht weiter verwunderlich, dass der flotte Rocker "I'm Not Afraid" vom groovigen und leicht funkig angehauchten "A New Religion" abgelöst wird. Aber dafür gibt's ja dann noch eine Midtempowalze, die auf den Namen "Hour Of Freedom" hört sowie das schnelle und interessant aufgebaute "Stop This Madness". Etwas Untypisches haben die fünf aber dann auch mal gewagt, "Desert Land", eine atmosphärische anderthalb minütige Ballade. "Out Of This World" gefällt durch seine Mischung aus "The Spirit" und "Shattered Prophecy". Wesentlich rock'n'rolliger hingegen ist "It's Just A State Of Mind" ausgefallen, mitwippen und mitnicken ist hier nicht nur erwünscht sondern sogar Pflicht. "Wanna Hear You Rock" hat was von dem unsterblichen "Come Together" (von Aerosmith und Gotthard zwar fantastisch gecovert aber von welcher genialen Band das Lied im Original ist sollte eigentlich jeder wissen...) und ist geradezu prädestiniert für eine Liveumsetzung. Der europäische Bonus-Track "My Darkest Hour" knallt auch mit schönem Druck aus den Boxen und erinnert an eine Mixtur aus "Another Wrong Makes Right" und "Trust The Wiseman". Nachdem knappe 55 Minuten das Gaspedal ordentlich durchgedrückt wurde, ist es Zeit für eine abschließende und typische Pinkies-Ballade, die da "Last Train To Nowhere" heißt und sich mit traumwandlerischer Sicherheit in Herz und Hirn frisst. Wunderbarer Ausklang. Wer war eigentlich noch mal Bon Jovi?

Über die Jahre hinweg haben sich Pink Cream 69 in die Herzen der Melodic Rock/Metal-Fans gespielt und ein bärenstarkes Album nach dem anderen veröffentlicht (ja, da gehören meiner Meinung nach auch die oftmals verkannten Alben Change und Food For Thought dazu). In10sity reiht sich nahtlos in diese Liste ein. Schwerpunkt ist diesmal ganz klar die Gitarrenarbeit gewesen, zumindest klingt In10sity eine ganze Spur härter als Thunderdome. Für die saubere, druckvolle und differenzierte Produktion zeichnet mal wieder Dennis Ward verantwortlich, der sich zu einem Weltklasse-Produzenten entwickelt hat.

Was das Songwriting betrifft haben die fünf eine saubere Arbeit abgeliefert und agieren mit interessanten und abwechslungsreichen Arrangements. Basis für das prägnante und intensive Gitarrenspiel von Alfred Koffler und Uwe Reitenauer ist die souveräne und tighte Zusammenarbeit von Bassist Dennis Ward und Drummer Kosta Zafiriou. Dem Ganzen die Krone setzt die tadellose Gesangsleistung von David Readman auf. In den 13 Jahren seiner Bandangehörigkeit konnte er sich von Mal zu Mal immer wieder noch einen Tick verbessern, einfach unglaublich dieser Kerl!

Ob In10Sity das beste Album von Pink Cream 69 geworden ist, kann ich an dieser Stelle nicht beantworten, aber es ist zumindest die konsequente Fortsetzung von Thunderdome geworden.
In meiner persönlichen Jahresliste steht es jedenfalls schon jetzt schon ganz vorne und es wird wohl auch schwer werden dieses Album von dort zu verdrängen. Genug gefaselt: Fans und solche, die es werden wollen greifen hier blind zu. Absoluter Pflichtkauf für die Melodic Rock/Metal-Gemeinde!

Andi

6 von 6 Punkten

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