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Axxis - Time Machine

Axxis - Time Machine
Stil: Heavy Rock
VÖ: 26. Januar 2004
Zeit: 50:18
Label: AFM Records
Homepage: www.axxis.de

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Von Axxis mag man ja halten was man will. Die einen lieben sie, die anderen hassen sie. Dazwischen scheint es nichts zu geben. Dies mag zum einen wohl an der von vielen für zu soft gehaltenen Musik liegen, zum anderen an Sänger Bernhard Weiß. Seine Art der Intonation ist sicher nicht jedermanns Geschmack. Aber es ist auch nicht zu leugnen, dass es sich hier auch um eine der erfolgreichsten deutschen Melodic Metal/Rock Formationen überhaupt handelt.

Das Jahr 2003 und die Produktion des neuen Albums stand von Anfang an unter keinen guten Stern. Mitte des Jahres verschwand Drummer Ritchie Michalsky spurlos und ist bis heute nicht wieder aufgetaucht. Spekulationen und Aussagen diesbezüglich können auf der Homepage der Band nachgelesen werden. Ein weitere Hürde stellte die Trennung vom alten Label und die Suche nach einer neuen Plattenfirma dar.

Trotz dieser Schwierigkeiten und der Suche nach einem Ersatzmann schafften es die Musiker, ein erstklassiges Album einzuspielen. Nach den letzten beiden doch recht gemütlichen Scheiben zeigen hier gleich die ersten beiden Tracks die Marschrichtung auf: Hammergeile Uptempo Nummern mit den Axxis-typischen hymnenhaften Refrains und Bernhard Weiß' markantem hohen Gesang. Danach wird's mit "Wind In The Night" (einer Halbballade über die Palästina/Israel Problematik) etwas gemütlicher und man kann es sich im Sessel gemütlich machen. So langsam wird klar: Axxis werden immer Axxis bleiben. Denn ab jetzt wechseln sich wunderbare Halbballaden ("Alive", "Wings Of Freedom"), Midtempo-Nummern ("Dance In The Starlight", "Battle Of Power") und mit Hochdruck vorwärts preschende Songs ("Lost In The Darkness", "The Demons Are Calling") in schöner Regelmäßigkeit ab.
Stets melodiös und mit dem richtigen Gefühl für Ohrwürmer gehen die Mannen hier zu Werke. Jeder Song klingt irgendwie nach Axxis und hätte genauso gut auf jedem anderen Album der Dortmunder stehen können. Der einzig wirkliche Unterschied zu den Vorgängeralben liegt in der Art und Weise, wie die Chöre eingesetzt werden: noch bombastischer und vielstimmiger dürfte wohl kaum machbar sein.

Bleibt festzuhalten, dass die Truppe einen besseren Titel für ihr Album gar nicht wählen hätte können: Auch nach 15 Jahren ist die Zeit für die Musiker nicht stehen geblieben. Sie bringt immer wieder neue Chancen und Herausforderungen, neue Sichtweisen der Dinge und spannende künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten. Gleichzeitig steht all das, was Sänger Bernhard Weiß, Keyboarder Harry Oellers, Gitarrist Guido Wehmeyer und Bassist Udo Niemeyer auf ihrem aktuellen Werk präsentieren, in direktem Bezug zur eigenen Geschichte. So wünschen es sich die Fans und nur so wird es auch dem eigenen Anspruch aller Beteiligten gerecht. Für mich das stärkste Album neben Return To The Kingdom.

JR

5 von 6 Punkten

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