13 Headbänga online
04.03.2021 Art Of Delusion
05.03.2021 Stillbirth
06.03.2021 Die Kassierer
09.03.2021 The Quireboys
13.03.2021 Knorkator
13.03.2021 Mr. Irish Bastard
Reviews (10225)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Angus Dersim

Interview:
Extol

Live-Bericht:
Spring Metal Festival

Video:
Nasty Idols
RSS RSS
Atom Atom
 

Review

CDs von Misery Signals kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Misery Signals - Mirrors

Misery Signals - Mirrors
Stil: Progressive Metalcore
VÖ: 15. September 2006
Zeit: 49:33
Label: Ferret Music
Homepage: www.miserysignals.net

buy, mail, print

Nicht überall wo Metalcore drauf steht, ist auch ein standardisiertes Massenprodukt drin. Hin und wieder gibt es Ausreißer, die sich nicht des bekannten Schema F bedienen und auf Teufel komm raus ihren eigenen Kopf durchsetzen wollen. So auch die kanadische Band Misery Signals. Schon auf ihrem Debüt Malice And The Magnum Heart, welches übrigens vom Devin Townsend produziert wurde, schwammen sie gegen den Strom und orientierten sich nicht an der allgemein gültigen Kombination aus Göteborg-Riffs und Hardcore-Geknarze. Stattdessen wandelte man eher auf den von Meshuggah bereiteten Pfaden und erschuf ein treibendes und doch vertracktes Meisterwerk, welches hierzulande leider kaum Bekanntheit erlangte.

Das soll sich mit Mirrors und einem neuen Label im Rücken nun ändern. Mit dem Anfangstrio "Face Yourself", "The Failsafe" und "Post Collapse" können bereits die ersten Höchstnoten eingefahren werden. Harte Riffs, eine arschtighte Rhythmusfraktion, derbe Shouts und unterschwellige Melodielinien ohne pseudo-emotionale Sangeseinlagen oder aufgesetzte Brutalität erfreuen des Bangers Herz. Aber auch vor Experimenten schrecken die Jungs aus Übersee nicht zurück. So überzeugen "Migrate", "One Day I'll Stay Home" oder auch "Reverence Lost" durch ruhig, sentimentale und atmosphärische Passagen, die den Hörer etwas nachdenklich zurück lassen. Ganz anders verhält es sich mit "An Offering To The Insatiable Sons Of God (Butcher)", welches als bedrückendes Instrumental beginnt, bevor es sich zu einer tonnenschweren Abrissbirne mit einer sehr einprägsamen Melodielinie entwickelt. In den abschließenden Tracks "Anchor" und "Mirrors" wird dann - ebenso wie bei "Something Was Always Missing, But It Was Never You" und "Sword Of Eyes" - nochmals richtig Gas gegeben.

Misery Signals bringt all denen, die den Glauben an Metalcore bereits verloren hatten, neue Hoffnung. Wer sich an abwechslungsreicher und intelligenter, vertrackter und atmosphärischer Musik ohne Trendanbiederung mit der richtigen Mischung aus Brachialität und Melodie erfreut, wird hier fündig.

JR

5 von 6 Punkten

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos
Weitere Reviews

© www.heavyhardes.de