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White Skull - Ring Of The Ancients

White Skull - Ring Of The Ancients
Stil: Power Metal
VÖ: 20. Oktober 2006
Zeit: 57:27
Label: SPV
Homepage: www.whiteskull.it

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Oh je. Oh je. Italienischer Power Metal, und dann noch mit einem Totenkopf drauf, und einem "historischen Thema: den Legenden und Schlachten der alten Kelten". Hier scheint sich eine astreine Bruchlandung zusammenzubrauen, man darf das Schlimmste fürchten. Aber hossa: endlich wieder mal eine positive Überraschung! Die italienischen Kraftmetaller hauen so fröhlich auf die Mütze, dass die Stricknaht aufgeht. Tighter Sound, protzige Produktion und vor allem wirklich versierte Kompositionen lassen das wahrmetallische Herz lachen.
Der bisherige Erfolg gibt den fünf Herren ja auch Recht: Live-Gigs im Vorprogramm von Grave Digger, U.D.O., Doro und beim Blind Guardian Festival waren bisher der Lohn für die Verteidigung der reinen Lehre, für die White Skull immerhin seit 1995 streitet. Auf dem Felde der Konzeptalben hat man sich ebenfalls schon versucht: Tales From The North (1999) beschäftigte sich (große Überraschung) mit den Wikingern und Nibelungen (na ja, so weit im Norden waren die nicht - eher so um die Ecke Worms), wobei Obergrabschaufler Chris Boltendahl höchstselbst als Gaststar auftrat. 2002 schließlich grub man sich mit "The Dark Age" in die Zeit der Inquisition ein, was den Landsleuten von Umberto Eco ja durchaus zu Gesicht steht.

Das nun zur Diskussion gestellte Werk The Ring Of The Ancients führt uns wie eingangs erwähnt zu den Kelten, deren Legenden die Basis für die einzelnen Stücke bilden - Titel wie "Head Hunters", "Half Moon Path" und "Valhalla" (ähem, waren das nicht wieder andere?) zeigen klar, dass zumindest textlich hier jeder Fantasy-Freund seine Heimat finden dürfte. Musikalisch ist man oft speedmäßig unterwegs, die Double-Bass bollert nicht selten, aber es gibt genauso oft melodische, atmosphärische Parts - man nehme nur mal den Opener "Ninth Night", der in den Strophen aus allen Rohren feuert, dann im Refrain aber eher bedächtig wird. Oder "Guardians", das aus Speedattacken plötzlich in ein Maiden-lastiges Gehoppel übergeht. Gepaart mit energetischem Drumming und teilweise gut brachialem Riffing macht das Spaß.
Dass die Jungs - im Gegensatz zu anderen Vertretern des Genres - auch jede Menge Humor haben, zeigen sie mit "After The Battle", das schon mal in "After The Bottle" übergeht. Sympathisch, dass man sich selbst nicht allzu ernst nimmt. Ganz besonders gefällt mir jedoch Titel Nummero elf, aber den kann ich leider nicht direkt nennen. Denn wie man allenthalben weiß, gibt es kein Alesia. Man kennt kein Alesia. Man weiß nicht, wo Alesia liegt. Wie kann man also ein Stück auch noch "Marching To Alesia" nennen? Wohin genau sollen wir denn da marschieren? Auch das weiß man nicht. Freude macht auch diese Nummer trotzdem. Man muss halt nur aufpassen, dass man nicht wie Gaius Bonnus in die Innere Mongolei verbannt wird - oder alle halben Platten bis zum Circus Maximus putzt. Wie Gaius Faulus. Ach ja, das Video zu "Ninth Night" kann man als Zugabe auch bestaunen. Aber nicht in Alesia.

Holgi

5 von 6 Punkten

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