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Messenger - Under The Sign

Messenger - Under The Sign
Stil: Heavy Metal
VÖ: 11. September 2006
Zeit: 42:08
Label: STF Records
Homepage: www.messengerband.de

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Messenger haben 2003 mit ihrem Feel The Fire Demo schon versucht, Aufmerksamkeit zu erregen. Versucht deshalb, weil die Songs damals meines Erachtens nicht wirklich das Gelbe vom Ei waren. Andererseits war das Material aber doch so gut, dass STF Records den Saarländern einen Plattenvertrag angeboten haben.
Nun liegt also das Labeldebüt vor und das Covermotiv gibt schon deutliche Hinweise, wo die Reise auf Under The Sign hingehen soll. Hector lässt grüßen, denn die Figur hier und das Hammerfall-Maskottchen sehen sich nicht ganz unähnlich. Bestes Power Metal Futter also?

Wohl eher nicht. Zwar gibt es an der professionellen Aufmachung und an der guten Produktion absolut nichts zu mosern, aber die Musik ist alles andere als mitreißend. Etwas Neues habe ich ja gar nicht erwartet, aber Songs, die fesseln, die dich in ihren Bann ziehen und die Fäuste in den Himmel recken lassen, die dir automatisch die Nackenmuskulatur in Bewegung setzen und dazu führen, dass du die Texte lauthals mitschmetterst, auch wenn du nicht die geringste Chance hast, in Höhen vorzustoßen, in denen sich Sänger Siggi Schüßler oft bewegt. Das hätte ich mir erwartet.

Stattdessen gibt es Retortenriffs, die keinerlei Emotionen hervorrufen, Melodien, die zum einen Ohr rein, zum anderen Ohr rausgehen, ohne auch nur ansatzweise irgendwelche Synapsen im Gehirn zu stimulieren und Texte, von denen ich eigentlich gar nicht reden will. Ich meine True Metal Texte sind ja schön und gut und auch das hier eignet sich sicherlich, beim Konzert lautstark Richtung Bühne geschmettert zu werden und eine ordentliche Party zu feiern. Das ändert aber rein gar nicht daran, dass die lyrischen Ergüsse zu 99% einfach nur primitivstes Schulenglich sind und dementsprechend panne rüberkommen. Zugegeben, die Texte von Manowar und Hammerfall, Freedom Call und Majesty, Sacred Steel und Mystic Prophecy oder wie sie alle heißen, sind auch nicht immer der Bringer und veranlassen den Hörer auch des Öfteren dazu den Kopf so zu schütteln, dass die Sache nichts mit Headbangen zu tun hat. Bei den angesprochenen Combos stimmen dafür meist die Songs, was die teils schlechten Texte oft wieder aufwiegt. Das kann ich von Under The Sign ja leider auch nicht behaupten, einzig das Duo "Hymn To Aton" und das anschließende "Pharaoh" können aufgrund ihres ägyptischen Flairs kurzzeitig meine Aufmerksamkeit erregen (Freedom Call lassen grüßen).

Nun, True Metal Maniacs könnten an Under The Sign sicherlich Gefallen finden, auch wenn es hier absolut nichts Neues zu entdecken gibt. Wenn man sich aber nicht stur auf diese Musikrichtung versteift, bieten Messenger hier einfach zu wenig, um sich gegen die Konkurrenz durchsetzen zu können.

Lord Obirah

2 von 6 Punkten

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