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Crematory - Klagebilder

Crematory - Klagebilder
Stil: Gothic Metal
VÖ: 04. August 2006
Zeit: 51:13
Label: Massacre Records
Homepage: www.crematory.de

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Zwei Jahre nach dem letzten offiziellen Release Revolution, zehn Jahre nach dem ersten rein deutschsprachigen Album und satte 15 Jahre nach Bandgründung erscheint nun mit Klagebilder das zweite rein in deutscher Sprache gehaltene Album der Gothic Metal Band Crematory. In der Vergangenheit hatte es die Band ja nicht immer leicht, von vielen bejubelt, aber auch von vielen belächelt musste sie sich erst hart einen Platz im Musikbusiness erspielen. Doch die Mühen haben sich gelohnt. Und irgendwie schließt sich auch hier wieder der Kreis, sind Crematory nach ihrem Gastspiel bei Nuclear Blast wieder zu Massacre Records zurück gekehrt, die schon das Debut veröffentlicht haben.
Mit Klagebilder hat die Band ein wirklich vortreffliches Werk abgeliefert. Nicht umsonst sind sie ja auch inzwischen in die deutschen Albumcharts eingestiegen. Wobei sie hier die Hürde der deutschen Sprache mit Bravour genommen haben. Ist doch immer wieder komisch: bei englischen Texten achtet kaum jemand auf die Inhalte, da kann über alles Mögliche gesungen werden. Doch kaum singt eine Band deutsch, schon wird auf die lyrischen Aussagen geachtet. Doch wie schon auf dem 1996er Album Crematory glänzt die Band auch hier.
Der Opener und Namensgeber kommt noch rein instrumental durch die Boxen, doch gleich bei "Die Abrechnung" machen Crematory klar, dass man Gothic Metal intelligent mit deutschen Texten verbinden kann. Flott, direkt und heavy kommt das Stück daher. "Hoffnungen" überzeugt auch mit aggressivem Riffing, doch beim Refrain schaltet man um auf verträumte Klänge, die einen sofort in ihren Bann ziehen. Das Tempo variiert von Song zu Song, mal langsam und gefühlvoll, mal vorwärtstreibend, stampfend und mal einfach nur heavy. Also die komplette Bandbreite, und das ist auch gut so. Und mit "Der Morgen Danach" hat man wieder einen heimlichen Hit der Marke "Tears Of Time" am Start. Ruhig beginnend wechselt man schnell in angenehmes Midtempo, das den Song nach vorne treibt. Was hier jedoch absolut gelungen ist, ist die Melodieführung, eine zarte, unaufdringliche Klaviermelodie führt durch den ganzen Song und lässt einen nicht mehr los.
Besonders positiv fällt die Teilung der Vocals auf. Felix übernimmt die tiefen Growls, während Gitarrist Matthias für die klaren Vocals zuständig ist. Dadurch erfahren die Songs ihre eigene Dynamik, die Crematory von der Masse einfach abhebt. Ein wirklich gelungenes Album.

Ray

5 von 6 Punkten

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