8 Headbänga online
15.05.2021 Horisont
18.05.2021 October Tide
21.05.2021 Freedom Call
21.05.2021 Silverstein
22.05.2021 Decembre Noir
22.05.2021 Enforcer
Reviews (10239)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Mr. Gil

Interview:
Reptilian

Live-Bericht:
Haggard

Video:
Stahlmann
RSS RSS
Atom Atom
 

Review

CDs von Vivian kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Vivian - Don't Look Down

Vivian - Don't Look Down
Stil: Crossover
VÖ: 26. Mai 2006
Zeit: 50:41
Label: zyx Music
Homepage: www.vivianmusic.com

buy, mail, print

Manchmal wird man doch auch positiv überrascht. So im Falle von Vivian. Ein erster Blick aufs Cover lässt Bedenken aufkommen: wieder ein paar liegengebliebene Crossover-Klone? College-Rock der Marke 1000x gehört? Nein, ganz und gar nicht. Die Band um Cheffe, Klampfer, Sänger und Songwriter Roger Vivian liefert zwar in der Tat die genannten Elemente, vermischt mit einer guten Portion Rock'n'Roll, Pop und Punk - setzt dabei aber durch eine seltene Qualität deutliche Akzente: nämlich durch ein durchgängig hochwertiges Kompositionsniveau, das man auf Scheiben dieser Art eigentlich nie geboten bekommt. Es ist sehr deutlich herauszuhören, dass die Band schon seit 1998 werkelt und im Startjahr gleich als "Newcomer des Jahres" in der Schweiz gefeiert wurde. Auch die Gigs im Vorprogramm illustrer Größen wie Lenny Kravitz, den Cranberries oder Avril Lavigne dürften einiges zum tighten Sound beigetragen haben - wie auch zu Herrn Vivians Fähigkeit, absolut eingängige Nummern zu schaffen, die beim ersten Durchlauf hängen bleiben, ohne klebrig zu wirken.

Dabei wird auf dem mittlerweile dritten Album munter zwischen rockigeren Anläufen ("Fair Is Fair", das schöne "C'mon C'mon", "Flash Gordon" - so ein Song kann nur gut sein) und den gemächlicheren Momenten variiert, in denen sich sogar eine Portion Nickelback einschleicht, ohne kitschig zu sein ("None Of These Days"). Stets regiert die Melodie, die Songstruktur, das - trauen wir uns das zu sagen? - intelligent gemacht Gefällige.
Kein Wunder, dass Don't Look Down sich sofort in den Top 30 der alpenländischen Charts platzieren konnte - dort gilt der Prophet im eigenen Lande halt noch etwas. Im Mai und Juni durften die Jungs sogar die alten Haudegen von Status Quo auf ihrer Tour supporten.

Bleibt zu wünschen, dass noch zahlreiche Gastspielreisen dieses Kalibers folgen mögen: denn auf derart hohem Niveau gibt es selten Musik, die auch Freunden der gepflegten Gangart und vor allem der holden Weiblichkeit zusagen dürfte. Und die sollten wir ja nie vernachlässigen.

Holgi

5 von 6 Punkten

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos
Weitere Reviews

© www.heavyhardes.de