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Beyond Fear - Beyond Fear

Beyond Fear - Beyond Fear
Stil: Heavy Metal
VÖ: 05. Mai 2006
Zeit: 47:19
Label: Steamhammer
Homepage: www.timripperowens.com

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Rob "Metalgod" Halford und Tim "Ripper" Owens sind ja im Prinzip der Nachfolger und Vorgänger des jeweils anderen, wenn man die Sängerposition beim britischen Heavy Metal Schlachtschiff Judas Priest betrachtet, denn der eine ging, der andere kam, der wiederum wurde gegangen, damit der erste zurückkommen konnte. Beide haben bei Priest famose Gesangsleistungen abgeliefert, obwohl die letzten drei Studioalben je nach Gusto mehr oder weniger gelungen ausfielen.

Interessanterweise bestehen auch Paralellen im Solobereich: Beide stampften nach ihrem Ausstieg bei Judas Priest ein Soloprojekt aus dem Boden, wobei Tim zuvor noch das mäßige Iced Earth Album The Glorious Burden einträllerte. Halford gründete also Mitte der Neunziger Jahre eine Band namens Fight und wollte sich damit von den Priestern abgrenzen und seinen eigenen Weg gehen. Das äußerte sich darin, dass die Musik von Fight eine gute und bis heute wohl unterschätzte Mischung aus Tradition und Moderne darstellte, zu der Rob seine Stimme nur selten so kopflastig wie bei Priest einsetzte, sondern viel mehr Wert auf die Bruststimme legte, ohne auf seine Markenzeichen, die hohen Schreie, zu verzichten.

Genau sowas hat Tim Owens nun auch getan, eine Gruppe Musiker aus seinem Umfeld angeheuert, Beyond The Fear gegründet und ein Album veröffentlicht, das eine recht ausgewogene Mischung aus traditionellem Heavy Metal und moderner Stromgitarrenmusik bietet. Der Ripper bemüht sich hier parallel zu Halford nicht ausschließlich in hohen und höchsten Regionen zu singen, sondern auch er legt sehr viel Wert auf mittlere Tonlagen um zu demonstrieren, dass er dort ebenfalls mehr als nur zu Hause ist. Allerdings knüpft Tim vor dem Hintergrund, dass er sich bei Priest nie ins Songwriting einbringen durfte, bewusst stärker an die Priest'sche und somit auch seine eigene Vergangenheit an. Das macht zum Beispiel der fulminante Einstieg "Scream Machine" klar, das textlich und musikalisch auch auf dem legendären Painkiller-Album hätte bestehen können. "The Human Race" dagegen ist ein ganzes Stück moderner angehaucht, groovt wie Sau und könnte ebenso wie "Telling Lies" aus der Feder der deutschen Power Metaller Brainstorm um Andy B. Franck stammen. Diese Lieder zählen zu den besten des Albums, wobei alle Songs insgesamt sehr heavy und mit massig Tempovariationen ausgestattet sind.

Aber wo Licht ist, ist meist auch Schatten und so weist das Debüt des Rippers neben den erwähnten Highlights auch einige Schwächen auf, die z.B. auf die Namen "Coming At You" oder "The Faith" hören. Hier sind die Melodien und Riffs bei weitem nicht so griffig wie beim Rest und gerade letzteres ist der schwächste Song des Albums, da er für meinen Geschmack zu abgedroschen ist. Das restliche Material pendelt qualitativ zwischen diesen Extremen, mal mehr, mal weniger gut, mal mehr, mal weniger schlecht.

Im direkten Vergleich mit Halfords Solodebüt zieht Beyond Fear abgesehen von der besseren Produktion in meinen Ohren den Kürzeren. Zwar sind wie gesagt einige wirklich starke Songs vertreten, aber auch einiger Leerlauf, den Rob damals nicht so sehr auf seiner Scheibe hatte. Trotzdem können Ripper-Fans und Anhänger traditioneller Klänge, die auch ein offenes Ohr für eine modernere Ausrichtung haben, diese Scheiblette nach einem kurzen Testlauf unbesorgt in ihr Regal stellen.

Lord Obirah

4 von 6 Punkten

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