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Angtoria - God Has A Plan For Us All

Angtoria - God Has A Plan For Us All
Stil: Epic Orchestral Metal
VÖ: 28. April 2006
Zeit: 48:59
Label: Listenable Records
Homepage: www.angtoria.com

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Was soll man über eine CD schreiben, die zwar nicht so richtig schlecht, aber auch nicht wirklich gut ist? Was schreibt man über Lieder, die sich nicht aus der Masse an Epic Orchestral Songs abheben, aber dennoch etwas mitbringen, das einen aufhorchen lässt? Am Besten man fängt einfach von vorne an, oder?

Hinter Antgoria verbergen sich Sängerin Sarah Jezebel Deva, die vielen von Cradle Of Filth oder Therion bekannt sein dürfte, sowie die Rehn-Brüder Chris und Tommy. Zudem konnten mit Aaron Stainthorpe (My Dying Bride), Dave Pybus (Cradle Of Filth), Rikard Andersson (Time Requiem) und Martin Häggström (Moahni Moahna, Zool) einige namhafte Musiker für Gastauftritte gewonnen werden. Vom handwerklichen Standpunkt betrachtet also gar keine schlechten Vorzeichen. Die stilistische Beschreibung Epic Orchestral Metal, die von Seiten des Labels mitgeliefert wird, trifft des Pudels Kern dann aber nicht mehr so wirklich. Episch sind Antgoria nämlich nur selten (beispielsweise bei "The Addiction" oder "Hell Hath No Fury Like A Woman Scorned") und mit Metal hat God Has A Plan For Us All ebenfalls nur bedingt etwas zu tun. Über das Gros der Spielzeit dominiert orchestraler, mit skandinavisch geprägtem Bombast versehener Heavy Rock. Über all dem thront Sarahs, wenn auch nicht sehr abwechslungsreiche dann doch sehr angenehme, Stimme, die an manchen Stellen durch härtere Gesangsparts der männlichen Gastmusiker ergänzt wird (z.B. bei "Deity Of Disgust"). Leider steht der Gesang über weite Strecken stark im Vordergrund und verdammt die übrigen Musiker teilweise zu einem reinen Statistendasein.

Soviel zur Umsetzung, kommen wir nun zu den Grundlagen. Alles in Allem muss gesagt werden, dass die Songs routiniert komponiert und auch umgesetzt sind. Aber auch hier ist nicht alles Gold was glänzt. Wie eingangs schon erwähnt, lassen die Lieder zwar aufhorchen, können aber nicht so richtig mitreißen. Das mag zum Teil daran liegen, dass das kompakte Songwriting mit den vielen klassischen Zitaten wenig Platz für ausgefallene Soli lässt und die ganze Platte dadurch eher wie ein düsterer Soundtrack wirkt. Lieder, die abwechslungsreich beginnen (hier sind das mit einer interessanten Synthieeinlage startende "Do You See Me Now" oder das anfangs nach einem ruhigen Children Of Bodom Song klingende "Suicide On My Mind" anzuführen) fallen nach einem starken Beginn in den üblichen Trott zurück. Dafür wissen die nachdenkliche Ballade "That's What The Wise Lady Said", das ein klein wenig aggressivere "Original Sin", dem My Dying Bride Sänger Aaron eine unheimliche Stimmung vermittelt, oder der Opener "I'm Calling" umso mehr zu gefallen und zu überzeugen. Die übrigen Titel bewegen sich irgendwo im grauen Niemandsland, sind nicht wirklich schlecht, bleiben aber auch nicht hängen und sind fast ebenso schnell vergessen wie gehört.

Was soll man also über eine CD sagen, die zwar nicht so richtig schlecht, aber auch nicht wirklich gut ist? Am Besten nichts. Am Besten verhält man sich diplomatisch und empfiehlt jeden, selbst zu hören. Ein überdurchschnittliches Album ist Antgoria mit God Has A Plan For Us All sicherlich nicht gelungen, es enthält aber doch einige hörenswerte Lieder, die vor allem Genre-Fans gefallen und diese nicht enttäuschen dürften.

JR

4 von 6 Punkten

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