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Moonspell - Memorial

Moonspell - Memorial
Stil: Dark Rock
VÖ: 21. April 2006
Zeit: 59:30
Label: SPV
Homepage: www.moonspell.com

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Nach drei Jahren Funkstille melden sich die Portugieser Tausendsassas Moonspell mit ihrem neuen Werk zurück. Nach einem fulminanten Start Anfang der Neunziger mit den beiden zeitlosen Scheiben Wolfheart und Irreligious sowie den weniger beachteten, weil experimentelleren Sin/Pecado und Butterfly Effect, besann man sich mit Darkness And Hope und The Antidote der guten alten Zeiten und legte von Album zu Album wieder mehr Holz ins Feuer. Memorial soll nun die Brücke zu den Anfangstagen schlagen und den Mannen um Fernando Ribeiro zu einem zweiten Frühling verhelfen.

Als Produzent konnte man mit Waldemar Sorychta erneut einen ebenso routinierten wie renommierten Mann verpflichten. Dementsprechend frisch und druckvoll bollern die 13 Titel auch aus den Boxen. Die Instrumente sind glasklar zu vernehmen, nichts steht zu weit im Vordergrund und Fernando röhrt wie ein junger Hirsch. Nur seltenst verwendet er seine klare, flüsternde Stimme, wodurch es den einzelnen Tracks zwar keineswegs an Härte dafür aber hier und da ein wenig an Atmosphäre mangelt. Ebenso häufig trifft man auf die Abwesenheit des Pathos, welches sowohl Wolfheart als auch Irreligious und The Antidote so mitreißend gemacht hat. Es entsteht der Eindruck, dass die Leichtigkeit der damaligen Zeit einem verbissenen Trotz gewichen ist. Fast so, als müsse die Band sich selbst etwas beweisen, ohne dabei so recht zu wissen, wie sie es genau anstellen soll. Dass genau darunter die Qualität des Songmaterials leidet, wird schnell offensichtlich. Zu selten setzen die Portugiesen zum Rundumschlag an und liefern Granaten wie den Opener "Finisterra" oder das geniale "Memento Mori" ab. Zu oft wirken die Lieder zu unspektakulär, zu uninspiriert, zu gezwungen, wollen einfach nicht zünden und plätschern am Ohr vorbei (als Beispiel seien hier nur "Blood Tells" und "Once It Was Ours" genannt). Dass gerade am Ende der Scheibe dann noch ein so langweiliges und überhaupt nicht zur restlichen CD passendes Unding wie "Luna" platziert wird, ist schon traurig.

Auch wenn sich das alles nicht so berauschend anhört, sollten Moonspell Fans doch ein Ohr riskieren. Memorial stellt sicherlich nicht das Highlight in der Karriere Moonspells dar, aber ins Abseits haben sich die Musiker damit ebenfalls nicht geschossen. Gerade weil der Eindruck erweckt wird, dass sie es besser könnten, bleiben sie selbst mit solch einem zweischneidigen Album interessant.

JR

4 von 6 Punkten

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