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Cronian - Terra

Cronian - Terra
Stil: Avantgarde Metal
VÖ: 24. März 2006
Zeit: 46:28
Label: Century Media
Homepage: -

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Welche Erwartungen stellt man an ein Album, welches aus der Feder zweier Szenegrößen und Ausnahmemusiker wie Mr. Vintersorg und Oystein G. Brun, seines Zeichens Borknagar Häuptling, stammt? Zumindest keine geringen, oder? Zugleich sollte auch jedem klar sein, dass das Ergebnis aus dieser Kombination nicht unbedingt leicht verdaulich sein wird. So verhält es sich nun auch mit dem 2000 gegründeten Nebenprojekt Cronian, respektive dessen ersten Langeisen mit dem unscheinbaren Namen Terra.

Los geht's mit "Diode Earth". Der Opener besticht durch gute Melodieführung sowie atmosphärische Keys und fließt recht eingängig ins Ohr. Gesangtechnisch wird eine gelungene Mischung aus tiefen, heiseren Growls und klaren, hohen Vocals serviert. Im Nachhinein betrachtet ist das auch der Titel, mit dem Vintersorg Fans noch am ehesten etwas anfangen können sollten, da er dessen neueren Veröffentlichungen noch am ähnlichsten ist. Ab "Arctic Fever" beginnen elektronische Samples und Soundcollagen sich ins Bild zu mischen, die von Minute zu Minute immer mehr die vorherrschende Stellung in den Songs übernehmen. Ab diesem Zeitpunkt erhält die Aussage des Labels, nämlich dass die beiden Musiker auf diesem Album in die unentdeckte und atmosphärische Welt von Soundtracks eintauchen wollen, auch mehr Gewicht, denn genau dieser Eindruck drängt sich dem Hörer immer mehr auf und verlangt ihm immer mehr ab.

Ein eventuell bereits vorhandenes Stirnrunzeln wird sich bei den beiden folgenden Liedern "Cronian" und "Iceolated" noch mehr vertiefen. Ab hier ist das große Interesse der Herren an diversen Filmmusiken und ihr Faible für den Rock der 70er Jahre nicht mehr verkennbar. In die Titel mischen sich nun auch immer mehr und schwerer nachvollziehbare Soundtüfteleien und der rote Faden bleibt langsam aber sicher auf der Strecke. Vor die größten Herausforderungen stellt den Hörer aber das Instrumental "Colures", welches mit ruhigen, aber sehr verworrenen, verschrobenen und für meine Ohren zum Teil disharmonischen Arrangements aufwartet. Durch und durch progressiv, aber alles andere als gut verdaulich. Die nachfolgenden Tracks schlagen in die Kerbe, die bereits "Iceolated" geschlagen hat, wenn auch die aggressiveren Momente, zumindest zeitweise, wieder etwas zunehmen.

Aber so leid es mir tut, das reicht nicht wirklich und ich kann selbst eingefleischten Borknagar bzw. Vintersorg Fans nur nahe legen hier gründlich Probe zu hören. Ansonsten besteht die Gefahr sich in diesem doch einigermaßen diffusen Werk, dem es noch dazu an der nötigen Durchschlagskraft mangelt, zu verlieren. Das angepeilte Ziel wurde meines Erachtens hier nicht erreicht.

JR

3 von 6 Punkten

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