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Venom - Metal Black

Venom - Metal Black
Stil: Black Metal
VÖ: 24. März 2006
Zeit: 57:42
Label: Sanctuary Records
Homepage: www.venomslegions.com

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Venom sind zurück!!!
Kann man das so stehen lassen? Das wird sich zeigen, denn immerhin ist es das zweite Comeback, das die Band aus Newcastle dieser Tage feiert. Zwischen 1992 und 1996 hat man sich bereits die erste Auszeit gegönnt, gefolgt von der zweiten 2000 bis 2006. Lässt man diese Auszeiten außer Betracht, haben es die Erfinder des Black Metal auf satte 25 Jahre Bandgeschichte gebracht. Wer kann das schon von sich behaupten? Und ihr Schaffen hat maßgeblichen Einfluss auf die Szene gehabt, ja manche Band hätte es ohne die englischen Vorbilder wohl kaum in der Form gegeben. Unzählige Bands verweisen auf Cronos und Co. als ihre Einflüsse.

Nun wollen die Jungs noch einmal allen zeigen, wer den Gehörnten als Einziger bei den Hörnern packen darf. Und da Klappern ja bekanntlich zum Handwerk gehört, wird auch gleich mächtig auf den Putz gehauen, denn schließlich gibt es nur eine Black Metal Band auf diesem Planeten, und das ist nun einmal Venom. Das der Titel der aktuellen Langrille als selbstironischer Humor an das 1982 erschienene Album ist, braucht eigentlich nicht mehr erwähnt zu werden.
Und die Jungs haben sich wahrlich mächtig ins Zeug gelegt, satte 14 Songs bietet Metal Black dem Fan und nimmt ihn sogleich auch mit auf eine Zeitreise in die glorreichen 80er, als Metal noch Metal war und man die Fans und Öffentlichkeit mit einer Menge Nieten noch schocken konnte. "Antechrist" rumpelt sogleich auch dermaßen furztrocken durch die Membrane, dass einem gleich feucht im Lendenbereich wird und der Schlüpfer seine Saugkraft unter Beweis stellen kann. Herrlicher Old-School-Rotz-Metal. Dem steht auch "Burn In Hell” in rein gar nichts nach, vorwärtstreibendes Drumming, eingängiger Refrain und die liebliche Stimme von Cronos, da hüpft das Bangerherz im Pentagram. Das die Jungs auch langsamer können zeigen sie bereits bei Song Nummero drei, "House Of Pain", der allerdings für mich den schwächsten Song des Albums darstellt und die anfängliche Euphorie schon etwas dämpft. Schleppend und abgehackt kommt er daher, irgendwie ist da kein richtiger "Fluss" drinnen im Song. Der kommt zwar kurzzeitig zum Vorschein, als das Drumming flüssiger wird, aber die Freude wärt nur kurz. Doch die Freude kommt gleich bei "Rege Satanas" zurück, das mit einem wahrlich göttlichen Chorus gesegnet ist, wie man ihn noch aus der guten alten Zeit her kennt, als man noch laut gröhlend in der Konzerthalle stand, die Pommesgabel steil emporgereckt und in der anderen Pranke eine Pulle Bier.

Venom scheren sich einen Dreck um irgendwelche Trendströmungen oder Schubladen, sie ziehen auch anno 2006 ihr 1981 begonnenes Ding durch und treten dabei mächtig Arsch. Mit Metal Black haben sie ein grundsolides Thrash äh Tschuldigung, Black Metal Album abgeliefert, das noch Ecken und Kanten hat. Und zwar da, wo sie auch hingehören.
Venom sind zurück!!!

Ray

5 von 6 Punkten

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