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Liquid Horizon - Urban Legends

Liquid Horizon - Urban Legends
Stil: Melodic Metal
VÖ: April 2005
Zeit: 46:20
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.liquid-horizon.com

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2005. Ganz Hesseland ist von Moses Pelham besetzt. Mit eiserner Hand regieren Xavier Naidoo und die Söhne Rödelheims. Aber hald emal - ganz Hesseland? Nein!! Ein kleines Dorf leistet den rappenden Besatzern erbitterten Widerstand: Heppehoim!! Denn dort leben die aufmüpfigen Mannen von Liquid Horizon. Und die zeigen, dass es im Hesseland mehr gibt als Äppelwoi mid Rippsche (wobei e Portiönsche nie zu verachde is...). Nach zwei Eps (Restarting System 2001 und Zen Garden 2003) legen die flüssigen Himmelsstürmer nun mit Urban Legends in Eigenregie ihr erstes Album in voller Länge vor. Und mit dieser vollen Dosis Zaubertrank unterstreichen die Hesseländer eindrucksvoll, dass es in meiner Heimat (ja das war wohl nicht länger zu verbergen) musikalisch mehr zu holen gibt als nur die Onkelz, die Rodgaus und Flatsch. Purschen, hier bekommt ihr progressiv angehauchten Metal allererster Kajüte. Selten hat eine noch nicht offiziell vereidigte Band so professionelles und stimmiges Material gebracht. Stilistisch siedeln sie sich irgendwo zwischen Dokken, Savatage und Dream Theater an, wobei - für meinen Geschmack erfreulich - das Pendel eindeutig in Richtung der eingängigeren Vorbilder ausschlägt. Wer den Dokken-Stil vernünftig in die Jetzt-Zeit holt, hat bei mir eh schon gewonnen. Aber was an dieser Scheibe beeindruckt, ist nicht nur der extrem überzeugende Sound, den die Burschen hier präsentieren, sondern vor allem die durchgängig hochwertigen Kompositionen, die am Start sind. Wirklich jeder einzelne Song ist durchdacht, gut arrangiert und verfügt über mehr Hooklines, als man in Sachsenhausen Kneipen findet. Die Riffs kommen fetter als bei manchen längst etablierten Kollegen, und die Refrains bleiben schon nach dem ersten Durchlauf in den Gehörgängen. Die Prog-Elemente, die meist von den breiten Keyboard-Teppichen geliefert werden, fügen diesem mitreißenden Melodic-Fundament eine willkommene, komplexe Note hinzu, ohne jemals aufgesetzt oder störend zu wirken. Oliver Kilthau liefert dazu astreine Vocals ab, die sowohl in heftigeren als auch in ruhigeren Passagen hervorragend ins Gesamtgeschehen passen und für deutsche Verhältnisse absolut überragend sind. Als Highlights lassen sich der Titelsong, der stampfende Opener “Twenty 4 Hours” und auch das schön groovende “Superstar” nennen - aber hier ist wirklich jeder einzelne Track eine Entdeckung für sich wert. Kurz und gut: eine Top-Leistung, die längst einen Label-Deal verdient hätte. In Abwandlung eines Eintracht-Plakats aus der Zeit der ersten Liga: Liquid spielt wie Bämbel voll!Holgi the Hesse

Holgi

5 von 6 Punkten

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