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Vorga - Striving Toward Oblivion

Vorga - Striving Toward Oblivion
Stil: Cosmic Black Metal
VÖ: 04. Februar 2022
Zeit: 44:49
Label: Transcending Obscurity Records
Homepage: www.vorga.de

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Obwohl man bei Transcending Obscurity den Fokus eher auf Death, Grind und Doom legt, beweist das indische Label dann und wann auch ein gutes Händchen für interessante Black-Metal-Acts. Das Prädikat "interessant" mag schließlich auch auf die deutsche Band Vorga zutreffen, denn rein optisch brechen die Karlsruher mit den gängigen Genre-Konventionen und präsentieren sich nicht etwa mit Nieten und Corpsepaint, sondern in einem kreativen Science-Fiction-Style. Cosmic Black Metal bekommt man daher als grobe Kategorisierung auf der Band-Page zu lesen und in logischer Konsequenz entführt uns auch das farbenfrohe Cover-Artwork des Debütalbums Striving Toward Oblivion in die Weiten des Weltraums.

Wer aufgrund der offensichtlichen Thematik nun einen Mix aus Black Metal, Elektro und Industrial erwartet, könnte falscher gar nicht liegen. Denn auf musikalischer Ebene agieren Vorga überraschend traditionsbewusst und bewegen sich mit ihrem peitschenden und atmosphärischen Black Metal vorzugsweise in der Umlaufbahn skandinavischer Kapellen wie Limbonic Art, Setherial oder Necrophobic. Sprich: die meiste Zeit über fliegt das Raumschiff dieser dreiköpfigen Crew mit Lichtgeschwindigkeit durch Zeit und Raum. Mit schierer Intensität und mit einem eindringlichen Riff ausgestattet weiß der Opener "Starless Sky" zu fesseln und stellt zugleich das Aushängeschild des Albums, auf dem trotz aller Vehemenz die Melodien nie zu kurz kommen. Dazu gesellen sich auch immer wieder Einsprengsel aus Death Metal und im Grunde wird das Material nur interessanter, wenn die Geschwindigkeit dann doch ein wenig gedrosselt wird und die kompositorischen Strukturen deutlicher an die Oberfläche treten.

All jene, die in Sachen Black Metal eher puristisch eingestellt sind, auf Minimalismus schwören und schon wegen dem ganzen Sci-Fi-Kram die Nase rümpfen, weil's halt nicht true genug ist, seien vorgewarnt. Denn Striving Toward Oblivion kommt auch noch mit einer professionellen und druckvollen Produktion daher! Also nix für eingefleischte Undergroundler! Was man trotz des außergewöhnlichen visuellen Konzepts mancherorts vermissen mag, sind ein paar herausstechende Motive, die sich langfristig ins Gedächtnis fressen und ein durchwegs gutes dann auch zu einem außergewöhnlichen Album machen würden. Vier Punkte daher, allerdings mit Tendenz nach oben.

Dagger

4 von 6 Punkten

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