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Darkthrone - Eternal Hails

Darkthrone - Eternal Hails
Stil: Black Metal
VÖ: 25. Juni 2021
Zeit: 41:25
Label: Peaceville Records
Homepage: www.darkthrone.no

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Was haben Motörhead und Darkthrone gemeinsam? Beide besitzen unangefochtenen Kult-Status und blieben sich und ihrem Stil durch die Jahre hinweg zu 100% treu. Gut, bei Darkthrone muss man das Debütalbum Soulside Journey wohl ausklammern, aber danach haben die Norweger ihren Stiefel auf satten 18 Studioalben durchgezogen. Wie bei Motörhead waren Veränderungen dabei bestenfalls marginal und das Material wirkte stets eher zeitlos als altbacken. Vor unzumutbaren Neuerungen braucht sich der Darkthrone-Fan also auch auf Eternal Hails nicht zu fürchten, soviel gleich vorweg. Dennoch umgibt den Dreher eine eigene Aura!

Die fünf neuen Kompositionen bewegen sich zwischen sieben und neun Minuten und verzichten auf das gängige Schema aus Strophe und Refrain. Zwar werden einzelne Motive durchaus wiederholt, doch scheint ein jeder Song mehrere Kapitel zu durchlaufen, die manch eine emotionale Wende beinhalten. Der Opener "His Masters Voice" beispielsweise beginnt ruppig mit punkig rockenden Rhythmen, nimmt dann das Tempo raus und wirkt zum Ende hin fast ein wenig wehmütig, wenn Nocturno Culto erstaunlich viel Gefühl und Melodie aus seiner Klampfe holt.
"Hate Cloak" scheint dagegen tief im Doom-Rock der 1970er verwurzelt zu sein und liefert bei ultra-zähem Rhythmus ein cooles Riff, das unweigerlich an Black Sabbath denken lässt. "Wake Of The Awakened" knüpft mit grimmigem Black Metal eher an die eigenen Ursprünge an und "Voyage To A Northpole Adrift" verarbeitet von allem etwas. Schließlich überrascht "Lost Arcane City Of Uppakra" mit fast schon spacigen, 70er-mäßigen Synthesizern nachdem die monoton-trockenen Riffs im Auftakt ein kleines bisschen an Motörheads "Orgasmatron" erinnert haben.

Dass der Sound des Drehers ein weiteres Mal ausgesprochen roh und primitiv ausgefallen ist, braucht im Falle Darkthrone im Grunde nicht erwähnt zu werden. Durchaus erwähnenswert ist dagegen der Umstand, dass Eternail Hails nicht im Band-eigenen Necrohell II-Studio aufgenommen wurde, sondern erstmals im Chaka Khan-Studio in Oslo. So gesehen gab es im Entstehungsprozess von Eternal Hails also durchaus eine Neuerung, welche für die Fans allerdings absolut zumutbar sein dürfte. Denn ihren Spirit haben Darkthrone trotz neuer Location und auffälliger Affinität zur Rockmusik der 1970er bewahren können!

Dagger

5 von 6 Punkten

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