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Hellryder - The Devil Is A Gambler

Hellryder - The Devil Is A Gambler
Stil: Heavy Metal
VÖ: 28. Mai 2021
Zeit: 39:14
Label: ROAR! Rock Of Angels Records
Homepage: www.hellryder.de

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Die beiden Grave-Digger-Recken Chris Boltendahl und Axel Ritt machten die Not der Pandemie zur Tugend und setzen eine Idee in die Tat um, die ihnen schon seit fünf Jahren durch die Oberstube geistert: ein Projekt, mit dem sie zu den Wurzeln des Heavy Metals zurückkehren und damit kerzengrad und richtig fest in jeden Hintern treten! Hellryder heißt nun das Kollektiv, das zu diesem Zweck mit den beiden erfahrenen Musikern Timmi Breideband, ehemals bei Bonfire und Freedom Call, und Steven Wussow von Orden Ogan zum schlagkräftigen Quartett komplettiert wurde. Was die vier nun als Dirty Kick Ass Heavy Metal bezeichnen findet sich wohl irgendwo in der Schnittmenge aus Accept, Motörhead und ganz frühen Grave Digger.

Die stilistische Nähe zu Boltendahls Traditionsunternehmen lässt sich schon aufgrund seines unverkennbaren Reibeisens nicht vermeiden, und dennoch hätte der Bandchef das neue Songmaterial anno 2021 wohl nicht unter dem Namen Grave Digger vermarkten können. Dafür klingen die zwölf Songs einfach zu ruppig und viel zu ursprünglich. Während Boltendahl ungewohnt tief ins Mikro röhrt, fällt auch der gesamte Sound von Hellryer ausgesprochen basslastig und knochentrocken aus. Wo der beinharte Opener "Hellryder" noch recht ungehobelt und auch etwas sperrig daher kommt, haben die vier Überzeugungstäter mit "Sacrifice In Paradise", "Night Rider" und "I Die For You" ein paar richtig feine und eingängige Metal-Kracher zum Abschädeln und Mitsingen in petto! Tonnenschwere Riffs und ein unwiderstehlicher Groove kennzeichnen dagegen den gemächlichen Titeltrack "The Devil Is A Gambler", der an Coolness kaum zu toppen ist. Zwar finden sich auch kleine Durchhänger, etwa mit den Tracks "Jeckyll & Hyde", "Faceless Jesus" und "Bad Attitude", doch reißt die "Chainsaw Lilly" mit ihren lässig rockenden Riffs und einem ungestümen Solo von Herrn Ritt das Ruder locker leicht herum. Überhaupt nimmt sich der Saitenhexer vornehm zurück und brilliert im Falle Hellryer vorzugsweise durch seine Riffarbeit und setzt mit kurzen, aber effektiven Soli eher punktuelle Akzente. Für alle Wackinger da draußen, die auf ihr Lieblingsfestival wie es aussieht gleich zwei Jahre in Folge verzichten müssen, dürfte das dicke Brett "Harder, Faster, Louder" zwischen Motörhead-mäßigem Rock'n'Roll und kompromisslosem Old-School- Metal ein wenig Trost und Ablenkung bieten. Schließlich gestatten sich Hellryder mit dem Rausschmeißer "I Don't Wanna Die" doch noch eine Nummer, die dank der Chöre im Refrain auch Platz auf einem Grave-Digger-Album hätte finden können.

Es ist ein rundes und kurzweiliges Spin-Off geworden, das die beiden hauptberuflichen Totengräber aus dem Sarg gezaubert haben! Zwar lässt das Material die vom Label proklamierte Einzigartigkeit nicht unbedingt erkennen und auch das Artwork wirkt ein wenig billig, dennoch bleibt zu hoffen, dass Hellryder keine Eintags- bzw. Pandemiefliege ist und dass es das Material auch irgendwann einmal live zu sehen gibt!

Dagger

5 von 6 Punkten

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