8 Headbänga online
09.03.2021 The Quireboys
13.03.2021 Knorkator
13.03.2021 Mr. Irish Bastard
15.03.2021 Draconian
15.03.2021 Bonfire
18.03.2021 The Mission
Reviews (10226)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Neverchange

Interview:
Textures

Live-Bericht:
Nightwish

Video:
Lacuna Coil
RSS RSS
Atom Atom
 

Review

CDs von Gwydion kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Gwydion - Gwydion

Gwydion - Gwydion
Stil: Folk Metal
VÖ: 13. November 2020
Zeit: 68:32
Label: Art Gates Records
Homepage: www.gwydion.org

buy, mail, print

Ich muss zugeben, mein letzter Berührungspunkt mit den Portugiesen liegt schon geraume Zeit zurück, umso gespannter war ich, was sich so alles im Hause Gwydion getan hatte. Nun, ein paar Hördurchläufe später kann ich sagen: streng genommen nicht allzu viel.
Auch anno 2020 zelebrieren Gwydion ihren Mix aus Pagan/Viking/Folk Metal, der durchaus seine Höhepunkte hat. Dabei legen die Portugiesen viel Wert auf Abwechslung innerhalb der Songs, was ja an und für sich schon gut und begrüßenswert ist. So wird das Tempo mehrfach verändert, die Gesangslinien wechseln zwischen Growls, hohem Klargesang und mehrstimmigen Chören und die vorgenannten Metal-Stile werden beliebig eingesetzt und variiert. Allerdings schießen sie hier mitunter übers Ziel hinaus und übertreiben es. Nehmen wir beispielsweise "The Bards", einen im Grunde treibenden, folkigen Song. Jedoch wirkt der Song etwas zusammenhanglos, da das musikalische Thema mehrfach wechselt und dem Song damit der rote Faden genommen wird. Bei "Battle Of Alclud Ford" steigen die Jungs mal eben recht flott mit einer Melodie ein, zu der sich vortrefflich ein Trinkgelage starten lassen würde. Wenn da nicht, ja wenn da nicht das abrupte Ende der Feuchtfröhlichkeit inmitten des Songs stattfinden würde. So kann man die gute Laune auch mit einem Breakdown abwürgen. Hier wäre weniger Abwechslung durchaus mehr gewesen. Zudem muss man aufgrund der Tempowechsel sowie der kurzen Abstände zwischen den Songs durchaus mehrfach aufs Display schielen, um festzustellen, ob man nun einen Song weiter ist oder nicht und wo man sich nun im Rundling befindet.
Daneben gibt es aber auch Songs, die ohne viel Drumherum einfach auf den Punkt gebracht wurden. Wie das erhabene "The Chair Of The Sovreign": ordentliches Midtempo ist hier angesagt und der Refrain lädt zum Mitsingen oder vielmehr Mitgrowlen ein. Oder "Hostile Alliance": flott treibend, mit leicht an Black Metal angelehnten Vocals (zumindest anfänglich) und einem schönen, melodischen und mehrstimmigen Refrain. Der Titelsong ist hier auch über jeden Zweifel erhaben, hier zeigen Gwydion, zu was sie fähig sind, wenn sie den Song einfach mal Song sein lassen: sehr treibend im Midtempo gehalten, mit einer eingängigen Melodie ausgestattet und trotz der Tempowechsel mit ruhigen Momenten in sich schlüssig und stets im Fluss. So muss das sein.
Alles in allem ein gutes und würdiges Album, um das 25-jährige Bestehen der Band zu feiern.

Ray

4 von 6 Punkten

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos
Weitere Reviews
Nächstes Review: Fireforce - Rage Of War
Vorheriges Review: Svederna - Härd

© www.heavyhardes.de