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Onslaught - Genaration Antichrist

Onslaught - Genaration Antichrist
Stil: Thrash Metal
VÖ: 07. August 2020
Zeit: 37:56
Label: AFM Records
Homepage: -

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Wann immer eine traditionsreiche Metal-Institution den Job am Mikro neu besetzt, wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. Zum einen besteht die Gefahr, dass der Neue bei den Fans nicht so gut ankommt, zum anderen ergibt sich aber ebenso die Chance, dass er frischen Wind in die Band bringt. Im Fall von Dave Garnett brauchen sich Onslaught-Fans jedenfalls keinen Kopf zu machen, dass dieser nicht in die tiefen Fußstapfen seines Vorgängers Sy Keeler , der immerhin seit 2007 die Stimme der Band war, passen würde. Im Gegenteil: mit seinen giftigen und breit gefächerten Vocals verpasst er den britischen Thrashern tatsächlich eine Art Frischzellenkur. Mit ihm am Mikro scheinen alle Musiker zu absoluter Topform aufzulaufen!

Nach kurzem Intro, bei dem ein Radiosender-Suchlauf hin zu einem vermeintlichen Opener schwenkt, dann aber abrupt abbricht, peitschen die messerscharfen Riffs von "Strike Fast Strike Hard" dem Hörer um die Ohren - ein Titel der programmatischer kaum sein könnte, angesichts der schieren Intensität, mit der Onslaught nun ins Geschehen starten. Während der sieben folgenden Nummern servieren die Briten ihren old-schooligen Thrash Metal, der sich stilistisch irgendwo zwischen Slayer und Testament einordnen lässt, durch die Bank mit der groben Kelle und zünden dabei ein echtes Feuerwerk an feinsten Riffs, irrwitzigen Soli und coolen Refrains. Hier bietet wirklich jeder einzelne Song den Soundtrack, sich die Birne von den Schultern zu schädeln. Jeder hat das Zeug, einen Konzertsaal in einen brodelnden Moshpit zu verwandeln, und wenn man acht Probanden befragt, wird möglicherweise ein jeder einen anderen Favoriten benennen. Seien es die kompromisslos und effektiv arbeitenden Abrissbirnen "Bow Down To The Clowns" und "Addicted To The Smell Of Death", sei es das punk-rockig auf Highspeed herausgerotzte "Religousuicide" oder sei es der finstere und unerbittlich nach vorn gehende Titeltrack "Generation Antichrist" mitsamt seinen prägnanten Gangshouts im Refrain - sie alle kommen als Album-Highlight in Frage. Oder ist es doch das fett groovende Brett "Empires Fall", dessen kultiges Riff wohl als unmissverständliche Verneigung vor Jeff Hanneman zu werten ist, welches am Ende den ersten Platz belegt? Fakt ist: die Fans der Band und wohl ein jeder Thrash-Lunatic auf diesem Planeten werden Generation Antichrist ins Herz schließen.

Mit einem meterdicken Sound hat Produzent Daniel Bergstrand wirklich alles aus den Songs herausgekitzelt und zusammen mit der Band ein monströses und kompromissloses Thrash-Album geschaffen, das in seinem Metier sicherlich zu den stärksten Veröffentlichungen dieses Jahres zählen wird.

Dagger

6 von 6 Punkten

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