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U.D.O. Und Das Musikkorps Der Bundeswehr - We Are One

U.D.O. Und Das Musikkorps Der Bundeswehr - We Are One
Stil: Symphonic Metal
VÖ: 17. Juli 2020
Zeit: 74:59
Label: AFM Records
Homepage: www.udo-online.com

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Nachdem sie bereits zusammen live auf der Bühne standen, war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis man sich auch an ein gemeinsames Albumprojekt wagt. Unter der programmatischen Headline We Are One legt Metallegende Udo Dirkschneider nun zusammen mit dem 60-köpfigen Musikkorps der Bundeswehr ein ambitioniertes Werk vor, in das mit Sicherheit sehr viel Arbeit und Herzblut geflossen sind. Arrangiert wurden die insgesamt fünfzehn neuen Songs von Udo und den musikkorpseigenen Komponisten Guido Rennert und Alexander Reuber. Darüber hinaus hat Udo für die Schreibarbeit seine ehemaligen Accept-Kollegen Stefan Kaufmann und Peter Baltes ins Boot geholt.

Das Ergebnis kann sich mehr als hören lassen, zumal der Konsument nicht befürchten muss, sich durch hochkomplizierte Orchester-Arrangements kämpfen zu müssen. Tatsächlich gestaltet sich das Gros der Songs nämlich als sehr zugänglich, trotz der opulenten Umsetzung. So präsentiert sich der Opener "Pandemonium" als groove-orientierter Metal-Stampfer, in dem eine erhabene Atmosphäre auf ein richtig fettes Gitarren-Riff trifft. Feierlich und typisch Udo dann der folgende Titeltrack "We Are One", ehe in "Love And Sin" erhabene Chöre für Gänsehaut sorgen. Ja, Kommandant Dirkschneider hält sich und seine markante Reibeisenstimme bei diesem Projekt oftmals vornehm zurück. Die ergreifende und weitgehend auf metallische Zutaten verzichtende Ballade "Blindfold (The Last Defender)" beispielsweise wird von einer Solosängerin aus dem Musikkorps dargeboten. Die rein instrumentalen Stücke "Blackout" und "Natural Forces" klingen wie der Soundtrack zu einem bildgewaltigen Hollywood-Blockbuster und "Beyond Gravity" entführt den Hörer mit seinen Dudelsäcken und Folk-Melodien in die Landschaften der schottischen Highlands. Selbstverständlich kommt bei all dem der Metal nicht zu kurz. Gerade Nummern wie "Rebel Town", "Mother Earth" oder "We Strike Back" hauen ordentlich auf die Zwölf. Am Ende greift der - erneut instrumentale - Rausschmeißer "Beyond Good And Evil" noch einmal das mächtige Riff vom Opener auf und stellt ihm einige Accept-typische Gitarrenmelodien und beschwörende Chöre zur Seite, ehe sich alle Elemente auf der Zielgeraden zu einer druckvollen und spektakulären Einheit bündeln.

Was We Are One neben der musikalischen Umsetzung außerdem zu etwas Speziellem macht, ist das inhaltliche Konzept des Albums, bei dem sich jeder einzelnen Song mit sozialen oder globalen Problemen und Herausforderungen unserer Zeit auseinandersetzt. Das Feld reicht hier vom Klimawandel über Flüchtlingsproblematik, Umweltverschmutzung und Friday-For-Future bis hin zu politischen Themen wie Mauerfall und Positionierung gegen Rechts. Freilich mag dieser inhaltliche Aspekt eben auch der Beteiligung der Bundeswehr geschuldet sein, aber Udo hatte ja schon in der Vergangenheit sozialkritische Songs im Gepäck, wie zuletzt "One Heart One Soul" auf Steelfactory. Man könnte also glatt meinen, der 'German Tank' wird auf seine alten Tage noch zum Metal-Botschafter für Humanität und Umweltschutz, was ja absolut nichts Verwerfliches ist. Mit We Are One haben Herrn Dirkschneider und seine Mitstreiter jedenfalls ein spannendes und stimmiges Gesamtpaket geschnürt, das auch unter all den bereits bestehenden Kollaborationen aus Metal und Orchester eine besondere Stellung einnimmt.

Dagger

5 von 6 Punkten

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