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Review

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Scarlet Rebels - Show Your Colours

Scarlet Rebels - Show Your Colours
Stil: Hard Rock
VÖ: 09. August 2019
Zeit: 49:39
Label: ROAR! Rock Of Angels Records
Homepage: www.scarletrebels.com

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Show Your Colours ist das Debütalbum der britischen Band Scarlet Rebels, welche wiederum auf die Band V0id zurückzuführen ist. Der erste Eindruck, nämlich der rein optische und durch das Cover-Artwork erzeugte, wirkt eher unscheinbar. Da wird das Bandlogo in den Fokus gerückt und drum herum zu sehen ist ein Kreis aus jubelnden und klatschenden Händen. Reduziert aufs Wesentliche, nämlich das Logo einer neuen Band, die groß raus kommen möchte - so ließe sich das Artwork interpretieren. Tatsächlich ist es bei Scarlet Rebels nicht die Optik, sondern die Musik, die Bände spricht.

Gleich der knackige Opener "No One Else To Blame" entpuppt sich als erstsahniger Melodic-Rocker, toll geschrieben und leidenschaftlich umgesetzt. Sänger und Haupt-Songwriter Waybe Doyle weiß offenbar ganz genau, was er da macht, und trumpft mit einer angenehmen und leicht belegten Rockstimme auf, die zur Musik passt wie die Faust aufs Auge. Beim folgenden "You Take My Breath Away" legt der Fünfer sogar noch einen oben drauf und liefert eine stadiontaugliche Hymne mit markantem Riff, Ohrwurm-Refrain und feinster Gitarrenarbeit. Überhaupt sind die Soli auf diesem Debüt beachtlich und stecken voller Energie, wie sogleich "Heads In The Ground", die deftigste Nummer des Albums, demonstriert. Ein zweites Gesicht zeigen die Scarlet Rebels schließlich beim bluesigen und mit Slidegitarren garnierten Southern-Rocker "Part Of Me", der erneut die vorzüglichen Songwriter-Qualitäten von Herrn Doyle bezeugt. Was man alleine bis hierhin zu hören bekommen hat, ist mehr als respektabel!

Der nächste Song "Heal" startet alsdann ruhig und balladesk, entwickelt sich zur Halbzeit hin aber doch zu einem mitreißenden Gassenhauer. Nach ein paar unauffälligeren, aber dennoch gut gemachten Nummern kann "Safe Me" das nächste Ausrufezeichen setzen und findet mit eingängigem Refrain den Weg ins Langzeitgedächtnis. Nach der Powerballade "Blinded By The Pain", die streckenweise etwas an W.A.S.P. erinnert, werden in "Shattered Dreams" noch einmal heftige Gitarren aufgefahren, ehe die Briten das letzte Kapitel ihres Debüts aufschlagen. Da findet man mit "Can I Open My Eyes" und "Losing End" zwei radiotaugliche und reichlich kommerzielle Brit-Rock-Songs, die fast schon in Richtung Placebo tendieren. Dazwischen geizt die Ballade "Returning Light" auch nicht gerade mit Schmalz, so dass man nun das Rebellische an den Scarlet Rebels gerade nach dem kernigen Auftakt des Albums arg vermisst. Zum Glück derfangen sich die Jungs zum Ende hin und liefern im Rausschmeißer "Radio Song" noch einmal feinen Classic Rock mit einem markanten Riff im Stil von AC/DC oder The Who.

Apropos The Who - dieses Review darf nicht beschlossen werden, ohne zu erwähnen, dass mit Gitarrist Josh Townshend der Sohn von The-Who-Gitarrist Simon Townshend und nebenbei noch Neffe von Rock-Ikone Pete Townshend in die Saiten greift. Sich auf diesen Selling Point zu reduzieren, haben die Scarlet Rebels allerdings definitiv nicht nötig. Songwriting, spielerische Klasse und der dicke Sound aus den Reglern von Tim Hamill, der bereits Größen wie Lemmy, Girlschool und George Michael produziert hat, sprechen für sich! Bleibt zu hoffen, dass sich die Scarlet Rebels künftig ihre paar Ecken und Kanten bewahren, weiterhin energetischen Rock abliefern und nicht zu sehr ins Kommerzielle abdriften. Freunde von The New Roses, The Lazys oder Monster Truck sollten hier unbedingt ein Ohr riskieren.

Dagger

5 von 6 Punkten

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