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Konzert-Bericht

Darkwell, Vanitas & Seasons In Black

Garage deluxe, München 22.04.2004

So ist das nunmal in der Weltstadt München, nicht ganz billig, charmant, nicht immer pünklich und auch nicht immer viel los. Charme hat die Garage Deluxe auch, mit elf Euro Eintritt war der Abend aber durchaus zu bezahlen, der Einlass war zwar nicht um 20:30 Uhr wie viele meinten, sondern erst um 21:00 Uhr, weil der Club das so will und viel los war auch nicht.
(Lord-Obirah)

Jau, und ich hetz' mich extra ab, damit ich auch ja pünktlich zum Einlass da bin, und darf dann auch noch draußen warten, weil die Herren Betreiber des Clubs nicht früher aufmachen wollten, auch wenn die Leute von Metal Meridian schon in den Startlöchern standen.
(Ray)

Gerade mal 20 Nasen waren zum Konzert erschienen, als Seasons In Black um 21:55 Uhr ihr Set eröffneten, die extra von den Veranstaltern des Abends und Machern des Metal Meridian Festivals für diesen Gig eingeladen wurden. Aber trotz der "zahlreichen" Gäste war die Band extrem spielfreudig, allen voran Sänger/Bassist Luck, der die paar Leute vor der Bühne immer wieder anfeuerte und sich freute wie ein Schnitzel, dass wenigstens die mitgingen. Und so zockten Season In Black voller Enthusiasmus ihr sehr variables Set, fanden alles einfach "Voooll geil!!" und versprühten jede Menge Energie und gute Laune, was auch vom Publikum honoriert wurde, dann zum Schluss standen fast alle vor der Bühne und tanzten, bangten und klatschten. Cooler Auftritt!
(Lord Obirah)

Was soll ich sagen, das war schon wirklich ein trauriger Anblick, gerade mal die ob erwähnten Nasen in der Garage zu sehen. Aber nichts desto trotz oder gerade deswegen legten sich Season In Black extrem in's Zeug und versprühten eine Spielfreude, dass es eine wahre Wonne war. Saucool war das Dauergrinsen des Fronters, der immer wieder die 2000 Hände in der Luft sehen wollte (beim ersten Mal waren's noch 5000! ;-) - Lord Obirah) und sich in einen wahren Rausch spielte. Auch wenn es nur wenige mitbekommen haben, SIB haben an diesem Abend eine eindrucksvolle Visitenkarte abgegeben, die sich gewaschen hat. Mein metallisches Herz haben die sympathischen Jungs auf alle Fälle mit diesem Gig überzeugt!!!
(Ray)

Nach der halben Stunde gute Laune von Seasons In Black kam mit Vanitas eine nicht minder gut gelaunte Band auf die Bühne. Die Musik der Österreicher war zwar hart, aber immer auch melodisch und vor allen Dingen immer interessant und abwechslungsreich. Das lag sowohl an der instrumentalen Umsetzung, die zwar manchmal unter dem massiven Alkoholeinfluss litt, kein Wunder, der Gig in München war auch der letzte der Tour, als auch am gezielt eingesetzten weiblichen Gesang, der Andreas' Death Vocals oft gezielt unterstützte, aber auch eigene Akzente setzen konnte. Inzwischen waren auch ein paar Leute mehr da und die Stimmung hervorragend, was auch unseren wallenden Ray zum Haupthaarschütteln brachte. :-) Nach ca. 40 Minuten war dann Schluss und Vanitas konnten sich fortan dem schmackhaften bayerischen Bier hingeben, nachdem sie während ihrer vorherigen Tourdates nur mit ekelhaftem Pils versorgt wurden.
(Lord Obirah)

Eigentlich bin ich ja nur wegen Vanitas zu diesem Gig gegangen, konnten mich doch ihre bisherigen Alben vollauf überzeugen. So war ich doch schon gespannt, ob sie das anspruchsvolle Material auch live gut rüberbringen konnten. Und was soll ich sagen? Und ob sie konnten. Zwar war es am Anfang des Sets noch recht leer vor der Bühne, so dass Sängerin Maria in ihren Gesangspausen auch gleich noch als Fan agieren konnte, doch das sollte sich im Laufe des Sets schnell ändern, denn bereits beim zweiten Song füllte sich das Areal vor der Bühne. Spätestens bei "Absurde Existenz" gab es dann auch für mich kein Halten mehr und ich gab meinen Nackenmuskeln ordentlich was zu tun. Da es ja der letzte Gig der Tour war, floss der Gerstensaft reichlich in die österreichischen Kehlen. Wohlwollend wurde auch das hiesige Bier in Erwähnung gebracht, was Andreas gleich ein paar Sympathiepunkte einbrachte.
(Ray)

Danach kam die bayerisch-österreichische Gothic Metal Truppe Darkwell an die Reihe. Darkwell hatten gefühlsmäßig den härtesten Sound und kamen beim Publikum von Anfang an gut an. Vor allem Sängerin Stephanie zog mit ihren roten Haaren die Blicke auf sich, überzeugte aber gleichfalls mit einer gelungenen Gesangsleistung. Das Songmaterial bestand sowohl aus alten Liedern als auch aus solchen, die so aktuell waren, dass sie noch nicht mal veröffentlicht waren, denn die Veröffentlichung des neuen Darkwell Album Metatron musste auf den Herbst verschoben werden. Aber das störte überhaupt keinen und so wurde zu alt und neu vor und auf der Bühne getanzt und gefeiert und Haare wurden auch kräftig durch die Lüfte geschleudert. Und wie es an letzten Tourabenden so üblich ist, trieben die beiden Vorbands mit dem Headliner einen kleinen Schabernack, als sie bei Song Nummer drei auf die Bühne stürmten, den Musikern Kronen eines bekannten gutbürgerlichen amerikanischen Restaurants aufsetzten und das Lied bis zum Ende mitsangen.
Nach knapp 50 Minuten und pünktlich um 0:30 Uhr war dann aber auch schon Schluss und mit einer Zugabe verabschiedeten sich Darkwell vom Münchener Publikum.
(Lord Obirah)

Auch Darkwell ließen sich von der kleinen Menge nicht beirren und boten einen souveränen, professionellen Gig. Wie mein Schreiberkollege schon darlegte, war der Blickfang natürlich Sängerin Stephanie, die eine gute Show bot, immer agil war und charmant in die "Menge" lächelte. Die Gesangsleistung war stets top, da gab's gar nix zu bemängeln. Bei der Pappkronenaktion der Vorbands wurde es dann schlagartig voll auf der Bühne, tummelten sich dann doch so um die zehn Leutchen auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Dabei wurde lustig drauf losgegröhlt, was die österreichischen Kehlen so hergaben. Auch der Sound war bei Darkwell am druckvollsten, was jetzt aber nicht heißen soll, dass er bei den Vorbands schlecht war. Zudem wurde auf übertriebene Lautstärke verzichtet, was ein großes Plus für die Mucke war.
(Ray)

Schade, dass nicht mehr Leute da waren, denn alle Bands haben sich wirklich ins Zeug gelegt und eine gute Show geboten, die mehr Spaß gemacht hätte, wenn mehr Leute dagewesen wären. Das hätte sowohl den Musikern als auch dem Publikum gutgetan.
Und so beeilte sich ein zufriedener Redakteur, die letzte S-Bahn kurz nach halb eins Richtung Olching zu erwischen, um nicht mit dem Taxi heimfahren zu müssen. So ist das nunmal in der Weltstadt München.
(Lord Obirah)

Alles in allem ein musikalisch gelungener Abend, auch wenn mir die Bands leid taten, vor so einer mageren Kulisse auftreten zu müssen. Aber sei's drum, Spaß hat's gemacht und wer den Gig verpasst hat, ist selber schuld. Mucke war gut, Sound war gut, nur an der Zuschauerzahl hat's gehapert. Tja, metal-mäßig ist München wohl immer noch ein Dorf, so wie's scheint. Leider!
(Ray)

Setlist Seasons In Black:
Show Your Redress
Hiroshima Sun
Look Toward The Sky
Lit The Stars
Pain Is Truth
Hello Hollowed Hell
Chroming Rain
Bloody Tears
Sweet Armageddon

Setlist Vanitas:
Intro
Das Wort sieht Blicke
Lebenslauf
Stillschweigen
Absurde Existenz
Missverstanden
Pendelschwung

Setlist Darkwell:
Thy Cursed
Conflict Of Interest
Suspiria
Don't You
Hope Unborn
Strange - Schräg
TSC II
Crown Of Thorns
Fate Prisoner
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Realms Of Darkness

Ray & Lord Obirah

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