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Konzert-Bericht

Machine Head, Hatebreed & Bleeding Through

The Black Procession Tour

Zenith, München 12.02.2010

Machine Head und Hatebreed gastieren in München, muss man da mehr sagen als: Auf geht's! Daher begeben sich meine Begleitung und ich um 17:00 Uhr in die Kälte raus und machen uns auf den weiten Weg zum Zenith. Dort angekommen, stellen wir erstmal fest, dass eigentlich noch niemand da ist, obwohl der Einlass um 18:00 Uhr starten sollte. So kommen wir schnell an unsere Presse-Tickets und dürfen uns bald der Wärme in der großen Halle erfreuen. Doch so groß war die besagte Halle heute nicht, denn ein großer Vorhang machte mehr als die Hälfte des Saales unzugänglich. Der Vorverkauf wird wohl nicht so gut gelaufen sein, was vor allem daran liegt, dass Machine Head quasi zweimal im Jahr hier spielen und jedes Mal 40 Euro löhnen sieht jeder bestimmt nicht ein.
Die Leere der Halle muss genutzt werden und so begeben wir uns erstmal zum Merchandise-Stand, wo uns gleich der Schlag treffen sollte: 30 Euro für ein T-Shirt, das man schon auf der Tour Dezember 2007 kaufen konnte?! Nun gut, dann halt nicht, so ging es halt zum Bierstand, wo fünf Öcken für eine widerliche Plörre abverlangt wurden; stimmungsmäßig war gerade der Tiefpunkt erreicht.

Dem konnten Bleeding Through um 19:00 Uhr nur bedingt etwas abtun, denn der Metalcore mit Keyboard und leichten Affinitäten zum Dimmu Borgir-Black Metal, brauchte seine Zeit, um den Weg in unsere Gehörmuscheln zu finden. Doch dem Rest der, mittlerweile halbvollen Halle gefällt der Sound und so lassen die ersten Moshpits auch nicht lange auf sich warten. Das Quintett zeigt sich verdammt gut eingespielt und ist zudem ziemlich agil auf der Stage. Nur die reizende Keyboarderin sorgt etwas für Unverständnis, denn die Gute scheint allein für den optischen Anreiz herhalten zu müssen, denn die Akkorde, die sie in die Tasten eingibt, trugen nichts zum Sound der Band bei und ersetzten nicht mal eine fehlende, zweite Gitarre.
Nach knapp 30 Minuten ist die Sache dann auch zu Ende und das Publikum dankt der Band für eine halbe Stunde gute Metal-Unterhaltung; mehr war es aber auch nicht.

Zwanzig Minuten Umbaupause stehen nun an und dann würde der heimliche Gewinner des Abends die Bühne betreten. Die Rede ist natürlich vom Quintett Hatebreed, welches schon heiß erwartet wird. Nicht wenige in der, mittlerweile nun doch randvollen, Halle tragen Bandshirts und die ersten "Hate Fucking Breed"-Rufe ertönenn. Daher lassen sich die Jungs um Jamey Jasta nicht lange bitten und eröffnen das Konzert gleich mal gepflegt mit ihrem Überhit "I Will Be Heard". "Sofort bricht die Hölle aus", würde das Szenario nicht mal ansatzweise beschreiben! Es war einfach nur noch böse, was jetzt abging. Jeder Anwesende schien zu hüpfen, zu bangen oder zu moshen und Front-Hüpfball Jamey kann nur schwer sein Grinsen verkneifen. Hits wie "The Defeatist", "Persevance", "To The Threshold" oder neueres Material wie "In Ashes They Shall Reap" wird zum Besten gegeben und das Publikum ist unermüdlich. Leider beenden die fünf Jungs ihren Set nach viel zu kurzen 45 Minuten mit dem mehr als geilen "Destroy Everything". Es werden noch rasch Sticks und Plektren in die Menge geworfen und dann eilen die Jungs zügig von der Bühne und machen diese frei für Machine Head.

Diese lassen fast 30 Minuten auf sich warten und beginnen ihren Set, wie gewohnt, mit "Clenching The Fist Of Revenge". Auch hier zeigt sich die Audienz wie besessen und fast jeder frisst Robb Flynn aus der Hand. Es wird gebangt, gemosht und die Fäuste recken gen Decke. Damit keiner auf die Idee kommt, sich eine Verschnaufpause zu gönnen, zerlegt das Quartett mit "Imperium" immer mehr die Halle und kann eine tolle Bühnen-/Lichtshow vorweisen. Den Fans wird immer noch keine Pause gegönnt und so knallt direkt "Beautiful Mourning" hinterher und überall sieht man nur verschwitzte Leiber durch die Gegend fliegen. Mit "Now I Lay Thee Down" kommt dann endlich die langersehnte Verschnaufpause und 4000 Kehlen singen den Text lauthals mit. Leider geht der Gesang von Frontsau Robb gelegentlich einfach unter und auch so scheint der Gute nicht auf der Höhe zu sein. Dennoch freut er sich über herbei fliegende Kleidungstücke und darf sich nach der Show über mindestens drei neue Gürtel, zwei Uhren und drei Geldbeutel als kleine Geschenke freuen.
Machine Head berücksichtigen heute nicht nur die letzten beiden Überwerke, sondern lassen auch Platz für Nummern aus Burn My Eyes und so freut sich die Menge wie Schnitzel über "Nations On Fire". Dies bedeutet auch viel Bewegung in der Menge und so wird das Zenith wieder Sinnbild des Fegefeuers.
Auf diese Weise treiben die Jungs 90 Minuten lang ihr Unwesen und entlassen die Menschenmenge mit "Halo" in die kalte Realität mit viel Schnee.

Ein rundum gelungener Abend mit schlechtem Bier und teuren Shirts neigt sich so dem Ende und die Massen strömen nach draußen und müssen sich definitiv die nächsten Tage von diesem Kraftakt erholen. Für die nächste Machine Head-Tour wäre dann ein neues Album mal wieder angebracht, weil allzu oft sollte man nicht mehr mit The Blackening auf Tour gehen, weil sonst spielt man das nächste Mal in einer noch kleineren Halle.

Basti

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