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Festival-Bericht

Helion-Festival 2008

mit Equilibrium, Helfahrt, Festering Saliva, Sycronomica, Gods Of Emptiness, Cult Of Gaia, Karlahan, Nervine, Sheephead, Darkseed, Commander, Ars Irae, Damien & Varg

Feierwerk, München 04.10.2008

Endlich war es soweit - der vierte Oktober war heran genaht und das groß angekündigte Helion-Festival stand auf dem Programm. Die Veranstalter hatten im Vorfeld keine Mühen gescheut und das Festival großflächig beworben. Bei 15 Euro für 15 Bands konnte sich wirklich keiner beschweren und so war auch die Schlange am Eingang beeindruckend lang, als wir gegen dreiviertel drei vor dem Feierwerk eintrafen. Der Einlass gestaltete sich sehr zäh. Dies lag vor allem daran, dass an der einzigen Kasse alle fünf Gäste-Arten abgefertigt wurden: 1. Gästeliste, 2. Akkreditierte (Presse etc.), 3. Leute, die Karten an der Kasse hinterlegt hatten, 4. Leute, die die Karte im Vorverkauf erstanden hatten, 5. Leute, die noch gar keine Karte hatten. Zumindest 1. und 2. hätte man meines Erachtens separat abwickeln können, das hätte den armen Leuten an der Kasse einiges erspart und das Ganze beschleunigt.
Intelligenterweise waren die Bands auf das Hansa 39 und die daneben liegende Kranhalle aufgeteilt, so dass man sich ohne Pausen zwischen den Bands durchgehend mit Musik beschallen lassen konnte. Dazwischen gab es einen Stand mit Essen, der für's Geld teilweise sehr gute Quantität und Qualität bot: von den Leberkäs-Stücken, die man in der Semmel bekam, könnte sich so mancher Vinzenz Murr durchaus ein oder zwei Scheiben abschneiden. Auch die Versorgung mit Getränken war sicher gestellt, man musste nie warten und hinter dem Hansa gab es noch einen separaten Raum mit Stühlen, wo man zwischendrin in Ruhe entspannen konnte. Sehr schön!
Die Power-Metaller Crystallion hatten leider abgesagt. Dies entpuppte sich jedoch schon fast als Glücksfall, konnten die Grind-Coreler Gods Of Emptiness vom Opener-Slot auf deren Platz rücken und der Beginn des Festivals war dann um 15:30 Uhr mit Damien. So konnte die Schlange vor der Eingangstür noch rechtzeitig abgearbeitet werden.
(Kara)

Fünfzehn Euro, zwei Bühnen, fünfzehn Bands, da kann man schon mal einen Tag auf das Oktoberfest verzichten - besonders, wenn Bands vom Schlage Darkseed, Commander oder unserer Münchner Chartstürmer Equilibrium mit von der Partie sind. Die Verhältnisse sind ja durchaus recht ähnlich wie auf der nahe gelegenen Theresienwiese, so dass man sich auch nicht wirklich großartig umgewöhnen muss. Bier fließt in Strömen, als Tracht sind Leder und Netzstrumpfhose angesagt und die Kapellen tun alles, um die Gäste, die teilweise richtig weite Anfahrtswege von mehreren hundert Kilometern auf sich genommen haben, zum Trinken zu animieren. Das Helion-Festival fand dieses Jahr zum ersten Mal statt und rekrutierte die auftretenden Bands eigentlich komplett aus den Reihen derer, die ihren Scheibletten in den Münchner Helion-Studios den letzten Schliff haben verpassen lassen. Quasi ein Heimspiel (wie war das? Bayern - Bochum 3:3??) für fast alle anwesenden Musikanten. Musikalisch war Viking- und Pagan-Metal ganz groß geschrieben, wobei sich auch die ein oder andere Death-, Metalcore-, Gothic- oder Biker-Band aufs Billing geschummelt hat. Die einzige Power-Metal-Band, nämlich Crystallion, mussten ihren Auftritt leider absagen. Ein kleiner Wermutstropfen in der ansonsten formidablen Auswahl.
(Sebbes)

Damien begannen somit das Helion-Festival. Um halb vier hatten sich in der Kranhalle bereits an die 40-50 Leute eingefunden, die dem Modern Metal der sechs Pfaffenhofener interessiert lauschten. Die recht kleine Bühne war mit sechs Leuten recht kompakt besetzt, trotzdem schafften sie es, einen sehr agilen Eindruck zu hinterlassen. Die zu einem Drittel weiblich besetzte Band (neben Sängerin Jeanette Koban konnte man Michele Köhler am Bass bewundern) rief mit ihrem Metalcore mit schwedischen Einflüssen, der teilweise an As I Lay Dying erinnerte, gemischte Reaktionen hervor. Vor allem das Michael-Jackson-Cover "Beat It" stieß auf geteilte Meinungen. Ich fand's klasse, schön umgesetzt und in ihren eigenen Sound überführt, machte Damien damit und auch mit ihren eigenen Songs rundum Spaß.
(Kara)

Die erste Band, die auf der großen Bühne zum Tanz bat, war Ars Irae aus Rosenheim. Besonders zu Beginn des Auftritts war der Sound recht mies, so dass sich der hymnenhafte Black-Metal, der uns hier um die Ohren gepfeffert wurde, nicht vollends entfalten konnte. Der mit Kettenhemd bekleidete Sänger Michi grunzte und grölte sich mit Elan durch die düsteren Songs, die von dem Wikinger hinter der Schießbude, der wahrlich einen tollen Job ablieferte, angetrieben wurden.
Irgendwie kam ich während der Show auf den Trichter, aus der Musik Keyboards herauszuhören, die es eigentlich überhaupt nicht gibt. Jaja, das Alter - Gitarrist Flo überzeugte mich inzwischen davon, dass weder auf dem Helion-Festival noch sonst irgendwo Keyboards im Sound von Ars Irae zu finden sind. Hingucker des Auftritts war wohl Gaby, die ihr zartes Stimmchen dem Song "Elysium" lieh, aber gesanglich nicht unbedingt jeden im Publikum überzeugen konnte. Aber trotzdem, Ars Irae war ein netter Auftakt, um die Nackenmuskulatur aufzuwärmen, leider mit sehr unausgewogenem Sound.
(Sebbes)

Um kurz nach halb fünf war es in der Kranhalle Zeit für Cult Of Gaia. Zum Glück wurden diese ein wenig besser beleuchtet als Damien, wenngleich es trotzdem immer noch sehr finster war. Die fünf Aschaffenburger legten einen engagierten Gig hin, der allerdings vom Publikum eher reserviert aufgenommen wurde. Trotz mehrerer Appelle von Sänger Moritz hielten auch die begeisterten Banger einen Sicherheitsabstand von zwei, drei Metern zur Bühne ein. Dabei knallte der Melodic Deathcore der Franken recht gut, wenngleich Moritz vor allem anfangs kaum zu hören war. Am Besten gefielen mit die eher im Midtempo gehaltenen stampfenden und melodischen Songs, beispielsweise der von der MySpace-Seite der Band bekannten Songs "Ares". Nach einer pünktlich eingehaltenen halben Stunde wurden Cult Of Gaia von den ca. 80 Leuten mit freundlichem Applaus verabschiedet.
(Kara)

Wieder zurück vor der Bühne des Hansa39 fingen die Spanier von Karlahan gerade an, die Bude zu rocken. Am besten könnte man das, was die Jungs hier ablieferten, wohl als eine Art Equilibrium in klein bezeichnen. Stil und Sound erinnerten nicht wenig an das Schaffen der Lokalmatadoren. Aber Moment, Spanier?! Jup, Karlahan waren auf das Billing geraten, weil deren Sänger den "Equilibrium sucht den Superschreihals"-Wettbewerb gewonnen hatte und deswegen eingeladen worden war, seinen Gastauftritt bei "Blut Im Auge" der aktuellen Equilibrium-CD gebührend zu feiern. Auch Karlahan haben einen exzellenten Drummer an Bord, der für den richtigen Blast aus dem Hintergrund sorgte. In den symphonischen Stücken der Spanier spielten Keyboards genauso wie Keif- und Gruntgesang eine große Rolle, was vom Publikum erstaunlich wohlwollend aufgenommen wurde. Immerhin dürften die meisten Anwesenden von Karlahan zuvor noch nie etwas gehört haben.
(Sebbes)

Nachdem Crystallion abgesprungen waren, mutierten Nervine mit ihrem rotzigen Biker-Rock zu den Exoten des Festivals. Die Göppinger mussten wieder mit der kleineren und schlecht beleuchteten Bühne der Kranhalle vorlieb nehmen. Aber immerhin machten die drei Nachwuchsrocker das Beste daraus und gaben trotzdem vernünftig Gas. So richtig voll war die Halle nicht, was aber die Anwesenden nicht von einem beständigen Dauerfußwippen abhalten konnte. Gerade wegen des Sonderstatus der Band auf diesem Festival konnten viele der Anziehungskraft der punkig-bluesigen Old-School-Motörhead-Songs der Drei-Mann-Combo nicht entkommen. Solider Auftritt, der Hoffnung auf mehr machte.
(Sebbes)

Mit leichter Verspätung betraten dann gegen 18:20 Uhr die Münchener Pagan Metaller Helfahrt die Bühne und machten keine Gefangenen. Leider war der Sound etwas matschig und die Gitarren teilweise nur schlecht herauszuhören, doch den zahlreichen Jüngern war das recht egal. Sie feierten ihre Helden nach allen Regeln der Kunst. Das Quintett konzentrierte sich hauptsächlich auf neueres Material vom Album Wiedergang, brachte mit "Lewer Duad Üs Slaav" aber auch ihren Hit. Frontsau Max tat alles, um die hungrige Meute hinter der Absperrung zu Begeisterung zu bewegen und es gelang ihm einwandfrei. Viel zu kurze 40 Minuten vergingen so wie im Flug.
(Basti)

Ein leichter Genre-Wechsel stand an. Die Wikingeräxte und -helme wurden wieder zu den Fellen gelegt und die Metzgerrobe aus dem Schrank gefischt. Mit Festering Saliva betrat nun eine Münchener Death Metal-Band die Bühne der Kranhalle. Diese war aber leider nur halb gefüllt und man hatte viel Platz zum Headbangen oder Moshen. Mittlerweile wieder zum Quintett angewachsen, fuhren die Jungs das volle Brett Todesmetall auf und nun konnten sich auch meine zahlreichen Kollegen nicht mehr halten und feierten mit der Band. Die Stimmung war von Anfang an gut und die Truppe wusste auch mit lockeren Sprüchen zu begeistern. Heute wurde leider auf das obligatorische "Hammer Smashed Face" verzichtet, aber dennoch war das ein Klasse-Gig!
(Basti)

Wieder Genre-Wechsel, denn nun waren die Bretter der Welt frei für die Münchener Sycronomica. Der Dimmu Borgir-like Black Metal der Truppe konnte natürlich sofort die Massen begeistern, doch an diesem Tag mich irgendwie überhaupt nicht. Obwohl Frontsau Oli, in schicker (bayerischer) Lederhose gekleidet, poste und unterhielt was ging, haben mir Sycronomica früher irgendwie besser gefallen. Mag aber vielleicht an der Abnutzerscheinung liegen, denn die Jungs hat man ja doch relativ oft in unseren Gefilden gesehen.
Geboten wurde natürlich das Beste aus den beiden Alben und der Menge gefiel der melodische Schwarzmetall auch sehr gut, daher gesehen kann die Truppe diesen Auftritt als Erfolg verbuchen.
(Basti)

Als "Melodic Metal" waren die Pfaffenhofener Sheephead auf der Helion-Seite angekündigt worden. Dies kann ich so nicht unterschreiben. Dafür hatten die fünf ein viel zu hartes Brett dabei, das sie den Zuhöreren ungefiltert kredenzten. Von Beginn an rockten Sheephead eine sehr energiegeladene Show, die leider vom breiigen Sound ziemlich vermiest wurde. Den Sänger habe ich kaum gehört, die Gitarre nur teilweise. So stand man vor einer Soundwand, die lediglich einen Mörder-Groove und viel Aggressivität vermitteln konnte. Das reicht aber machmal auch, vor allem wenn es so erstaunlichen weiblichen Zuspruch gibt wie bei diesem Gig, inklusive Bangen, Körperfettstellenwackeln und Kreischen. Auf Platte klingen die brachialen Songs von Sheephead wahrscheinlich recht gleich, für diese halbe Stunde aber machte das Ganze richtig Spaß. Und als man beim letzten Song "The Decision" auch Sänger Benjamin Lipp hörte, fehlte nichts mehr.
(Kara)

Um 20:50 Uhr war für die Hansa39-Bühne eine Verlosung des Nordahl-Versandes zugunsten der Kinderkrebshilfe anberaumt. Diese fiel ohne Erklärung aus, so dass es direkt mit dem Headliner Equilibrium weiter ging.
(Kara)

Nun kommt der Gig, auf den ich mich am meisten gefreut habe, Equilibrium! Die Münchener Chartstürmer haben mit Sagas eine Granate von einem Album auf die Menschheit losgelassen und genau das Material will ich live sehen. Mit leichter Verspätung entern dann die Jungs und das Mädel die Bühne und geben von der ersten Sekunde an Vollgas! Mit "Wurzelbert" befindet sich gleich an zweiter Position ein echter Hit, der mehr als die halbe Halle in Wallung bringt. Fronthüne Helge liefert gute Entertainer-Arbeit und singt sich nebenbei mal den Arsch ab. Da der Auftritt ja als Release-Show läuft, erwarten mich an diesem Tag viele Songs von Sagas und genau das will ich auch hören!
Die Meute vor der Bühne geht total steil und man kann schon jetzt sagen, dass dieser Auftritt den meisten Zuspruch findet. Das Quintett liefert extrem präzise und hervorragende Arbeit und rotzt einige Hits aus dem Ärmel. Da dürfen Nummern wie "Snüffel", "Blut Im Auge", "Widars Hallen" und "Met" natürlich nicht fehlen.
Nach einer Stunde verlassen die Jungs schweißgebadet die Bühne und hinterlassen ein glückliches Publikum.
(Basti)

Eigentlich wäre ja nun Power Metal an der Reihe gewesen, doch Crystallion müssen wegen Krankheit leider absagen. Des einen Leid, des anderen Glück! So rutschen die Niederbayern Gods Of Emptiness gleich ein paar Plätze im Billing hoch und klatschen den wenigen Anwesenden groovigen Grind Death entgegen. Das Quintett ist hochmotiviert und kann das wenige Publikum recht schnell für sich gewinnen. Anscheinend hatte hier eh keiner Bock auf Drachentöter-Metal. Mit "Dead Shall Rise" von Terrorizer zücken die Jungs einen echten Trumpf aus den Ärmeln und können mich vollkommen begeistern.
Die halbe Stunde Spielzeit verging dann leider recht schnell und das Publikum wanderte zum Hansa 39, um Darkseed zu bestaunen. Toller Gig von Gods Of Emptiness.
(Basti)

Die Münchner Gothic Metaller Darkseed gibt's eigentlich schon gar nicht mehr. Die 1992 gegründete Band hatte sich im Jahr 2006 nach sechs vollständigen Alben und dem Weggang von Stefan Hertrich praktisch aufgelöst und spielten auf dem Helion eine spezielle Reunion-Show. Dass ihre mehrjährige Abwesenheit ihrer Beliebtheit keinen Abbruch tat, konnte man an diesem Abend ab kurz vor elf im Hansa39 feststellen. Vorausgegangen war ein ausführlichster Soundcheck. Man hätte meinen können, bei der sechsten Band auf dieser Bühne hätte der Mischer endlich verstanden, dass der/die Sänger auch gehört werden wollen, aber nein. Mehrmals mussten Darkseed bitten, den Sänger und die beiden Background-Sänger an Bass und Gitarre lauter zu machen. Wenigstens passte das Endergebnis dann halbwegs, wenngleich es sehr laut war.
Darkseed präsentierten ihre kraftvollen und mitreißenden Gothic-Hymnen relativ statisch. Die Aktionsradien der einzelnen Bandmitglieder können eher als schmale Aktionsellipsen beschrieben werden - man bewegte sich eher vor und zurück. Ab und zu tauschten Bassist und Gitarrist noch die Plätze, das war's dann aber auch schon. Der Sänger mit kahlrasiertem Kopf wirkte auf mich mit seiner samtigen Stimme wie ein dunkler Zwilling von R.E.M.s Michael Stipe.
Man konnte bei diesem Auftritt gut feststellen, wer von den Anwesenden Darkseed vorher kannte und wer nicht. Ungefähr 60 Leute feierten die Band direkt vor der Bühne ab und gingen bei den intensiven Songs sehr gut mit. Der Rest sah sich das Ganze eher distanziert an. Dementsprechend war der Zwischenapplaus eher verhalten, aber der guten Stimmung vor und auf der Bühne tat das keinen Abbruch.
Interessant war noch, dass Darkseed den Altersschnitt sowohl bei den teilnehmenden Bands als auch beim Publikum erheblich hoben. Sie sind jeweils gut zehn bis 15 Jahre älter als der Schnitt würde ich sagen. Wenngleich das Songmaterial auch aufgrund des nicht besonders differenzierten Sounds zum Schluss hin eher gleichförmig wirkte, haben Darkseed trotzdem einen guten Auftritt hingelegt, der einen die Band umso mehr auf der metallischen Landkarte vermissen lässt.
(Kara)

Auch das Münchner Vorzeige-Death-Gespann Commander musste sich damit abfinden, dass die Kollegen von Equilibrium die Abräumer des Abends waren und sich das Publikum bereits nach deren Auftritt sehr deutlich lichtete. Eigentlich unverständlich, da Commander ja dafür bekannt sind, dass sie dem gemeinen Banger vorzüglich die Rübe abschrauben können. Wie auch immer - in der ersten Reihe hatten sich aber dann doch noch ein paar Reste zum fröhlichen Haareschütteln eingefunden. Wie erwartet ballerten Kommander Nick und sein Gefolge dem verbliebenen Publikum ein Brett nach dem anderen um die Ohren, dass es nur so krachte. Wobei ich schon zugeben muss, dass Commander eher unter ihrem Niveau agierten. Ich erinnere nur mal an den formidablen Auftritt damals im Neuland. Eventuell lag's daran, dass Commander am selben Tag schon in Coburg das Way Of Darkness-Festival beehrt hatten. Auch bei den nun Anwesenden, von denen viele ja schon knappe acht Stunden Metal hinter sich hatten, war wohl die Luft schon ein bisschen raus. Die Bühne und Lichtanlage der Kranhalle taten ihr Übriges, um die Stimmung nicht überkochen zu lassen. Egal, die Songs des aktuellen Outputs The Enemies We Create sind auch live bombastische Death-Granaten. Ein paar Vögel neben mir und auch ich selbst hatten einen Heidenspaß und außerdem bin ich jetzt stolzer Besitzer eines Commander-T-Shirts. Was will man mehr?!
(Sebbes)

Aufgrund der verkorksten S-Bahn-Situation konnte ich mir leider nur den Anfang der Varg-Show zu Gemüte führen. Die fünf Franken betraten gegen halb eins in voller Make-Up-Montur die Bühne und präsentierten sich einem sehr geschrumpften Publikum. Natürlich sind alle Pagan-Jünger noch dageblieben, um mit den Coburgern zu feiern. Das Hauptaugenmerk der von mir erlebten Show lag auf der Wolfszeit-DVD und die wenigen Anwesenden fanden die Sache auch ganz nett. Mir jedoch gab der Auftritt nichts und so konnte ich ohne schlechtes Gewissen meine Heimreise antreten.
(Basti)

Insgesamt war es eine sehr gelungene Veranstaltung, die man bis auf ein paar Kleinigkeiten durchaus so wiederholen kann. Die Location war perfekt geeignet, es gab genügend Möglichkeiten sich neben der Musik zu erholen und auch vom Füllgrad her war's super. Man hatte immer genügend Platz und trotzdem war das Festival gut besucht. Fazit: Fast alles bestens, gerne wieder!
Achja, noch ein Wort an den Lichtmann: Dauer-Stroboskop ist scheiße und nervt!
(Kara)

So, das war es also, das erste (und hoffentlich nicht letzte) Helion-Festival in München. Alle, mit denen ich mich unterhalten durfte, waren angesichts der professionellen Umsetzung und natürlich besonders wegen des äußerst fairen Preises von der Veranstaltung begeistert und würden ohne Zögern zur zweiten Auflage anrücken. Da dürfen die Helion-Studios dieses Jahr wohl mal gewaltig ranklotzen, damit sie uns nächstes Jahr wieder so ein geiles Billing vorsetzen können. Ganz nebenbei konnte man an diesem Tag auch deutlich erleben, dass es im süddeutschen Metal-Untergrund ziemlich brodelt. Selbst wenn Equilibrium diesem inzwischen entwachsen sind, habe ich an diesem Tag eine ganze Reihe Kapellen gesehen, die das Potenzial haben, auch dorthin zu gelangen, wo die Vorzeige-Wikinger schon sind. Jetzt bleibt nur noch die Hoffnung, dass solche Veranstaltungen nicht zu einem Konzertpreisdumping führen werden - immerhin gibt's Van Canto am kommenden Donnerstag komplett für lau -, sondern eher dazu, dass das Interesse an unserer Musik und am Metal-Untergrund weiter steigt.
(Sebbes)

Tarnele, Basti, Sebbes & Kara

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